In der Sammlung Wyss im Bernischen Historischen Museum wird ein identischer Scheibenriss aufbewahrt (BHM 20036.179, SR_4). Jedoch sind beim Berner Blatt die beiden Szenen in den Oberlichtern nicht abgeschnitten worden. Eine weitere übereinstimmende Zeichnung mit den beiden Szenen in den Oberlichtern wird im Schweizerischen Nationalmuseum in Zürich aufbewahrt (LM 61587) (Hasler, 1996/1997, 2. Bd. S. 129; Canestrini, 2000, S. 134–125). Letztere wurde 1585 vom Basler Hieronymus Vischer ausgeführt und mit dem Monogramm gekennzeichnet. 1995 ist im Kunsthandel ein weiterer identischer Scheibenriss aufgetaucht, der ebenfalls Vischer zugeschrieben wurde (Galerie Fischer Luzern & August Laube Zürich, 1995, S. 96, vgl. Hasler, 1996/1997, 2. Bd., S. 131–132). Auf diesem befindet sich rechts neben der Kartusche das Monogramm TS, was den Schluss zulässt, dass es sich um eine Nachzeichnung eines verschollenen Originals von Tobias Stimmer handelt. Vischer hat auch weitere Risse von Stimmer kopiert (vgl. Landolt, 1985; Ganz, 1966, S. 99). Die betreffende Szene hat Stimmer in verwandter Form in seiner Bilderbibel von 1576 umgesetzt (Stimmer, 1576, S. [110]). In den Holzschnitten Hans Holbeins d.J. für seine "Icones historiarum veteris testamenti", die erstmals 1538 in Lyon erschienen sind, findet sich die Szene ebenfalls. Das verschollene Blatt Stimmers könnte für den vorliegenden Riss wie auch für die anderen identischen Zeichnungen die Vorlage gebildet haben.
Auf dem vorliegenden Blatt finden sich mehrere Beischriften, darunter der Kaufvermerk Hans Rudolf Landos, die besagt, dass er das Blatt am 20. Februar 1605 in Schaffhausen erworben hat. Lando hat den Vermerk mit brauner Tinte über die Kartusche und das Wappen hinweg geschrieben. Auch die identische Zeichnung in der Sammlung Wyss im Bernischen Historischen Museum (BHM 20036.179, SR_4) weist einen Eigentumsvermerk von Hans Rudolf Lando auf. Diesen zweiten Riss kaufte dieser im gleichen Jahr, jedoch beim Berner Glasmaler Ludwig Koch (Gartenmeister, 2019, S. 67–68). Neben dem Kaufvermerk sind auf dem Wiener Blatt weitere Monogramme zu erkennen. Zwischen den Beinen des Elischa steht das Monogramm IM, das durchgestrichen wurde. Dasselbe Monogramm findet sich ebenfalls auf mindestens fünf weiteren Rissen, die Lando erworben hat, und auch auf diesen ist das Monogramm durchgestrichen. Drei werden in der Sammlung Wyss im Bernischen Historischen Museum (BHM 20036.339, BE_4883; BHM 20036.455, SR_13; BHM 20036.469, SR_14), der vierte im British Museum in London (Inv. 1899,0120.52, SR_33) und der fünfte im Schweizerischen Nationalmuseum in Zürich (AG 12024, BE_2303) aufbewahrt. Das Monogramm wurde in derselben Tintenfarbe getilgt wie der Kaufvermerk Landos, was darauf schliessen lässt, dass dieser die Tilgung vorgenommen hat. Es ist folglich, wie Hasler festgehalten hat, als Eigentumsvermerk zu deuten und nicht als Signatur des Künstlers (Hasler, 1996/1997, 1. Bd. S. 110, vgl. Gartenmeister, 2019, S. 59; Canestrini, 2000, S. 135). Über den Monogrammisten IM ist weiter nichts bekannt. Dank der Beischriften auf den vier Scheibenrissen mit dem Monogramm IM kann rekonstruiert werden, dass dieser im Jahre 1602 in Zofingen (British Museum London, 1899,0120.52, SR_33), 1605 in Freiburg im Breisgau (BHM 20036.469, SR_14) und im November 1604 bis Februar 1605 in Schaffhausen weilte (vgl. Gartenmeister, 2019, S. 60). Weiter ist auf dem vorliegenden Scheibenriss auf der Architekturrahmung des Bildfeldes das ligierte Monogramm MKE zu erkennen. Nach Canestrini (2000, S. 135) dürfte es sich hierbei um einen weiteren Vorbesitzer aus dem 17. Jahrhundert handeln. Das Monogramm ist bei Lugt nicht aufgeführt (Lugt 2010).