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BS_6: Glorifikation des hl. Antonius
(BS_Basel_Antoniuskirche_BS_6)

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Title

Glorifikation des hl. Antonius

Type of Object
Dimensions
1380 x 480 cm
Location
Place
w I
Research Project
Author and Date of Entry
Astrid Kaiser 2017; Christina Snopko 2026

Iconography

Description

Der hl. Antonius steht mit hochgestreckten Armen und nach oben gerichtetem Blick in der Mitte des Fensters. Der gelbrote Hintergrund versinnbildlicht die Glorifikation des Heiligen.

Iconclass Code
11H(ANTONY OF PADUA)7 · the Franciscan monk Antony of Padua; possible attributes: ass, book, crucifix, flowered cross, flaming heart, infant Christ (on book), lily - apotheosis, glory, triumph of male saint
Iconclass Keywords
Inscription

D.D. // 1929 / HENRI u. MARIE BRAUN // DRELLER (unter den Füssen des Heiligen)

Signature

keine

Materials, Technique and State of Preservation

Materials

Glas, Blei, Schwarzlot

Technique

Bleiverglasung, Antikglas, Schwarzlot. Ursprüngliche Korrekturen mit Ölfarben (Christ, 1991, S. 130).

State of Preservations and Restorations

Alle Fenster der Antoniuskirche wurden anlässlich der globalen Renovationsarbeiten des Baues, die zwischen 1981 und 1991 stattfanden, ausgebaut und gereinigt. Die Verbleiung wurde vollkommen ersetzt, weil sie viele Risse vorwies; gesprungene Gläser wurden geklebt; ursprüngliche Korrekturen in Ölfarbe wurden, wenn nötig, mit Paraloid gefestigt (Christ, 1991, S. 130).

History

Research

Dieses Fenster befindet sich auf der linken Seite des Chors und stellt aus mehreren Gründen eine Besonderheit der Antoniuskirche dar: Es wurde von Hans Stocker und Otto Staiger zusammen entworfen und ausgeführt. Die Darstellung des Heiligen Antonius beansprucht ein Viertel der Fensterfläche, was einer Verdopplung des Flächenanteils mit figürlicher Darstellung gegenüber den anderen Fenstern entspricht. Die Komposition der ornamentalen Rahmung ist nicht streng linear gegliedert, sondern weist verglichen mit den anderen Fenstern teilweise rundliche Formen auf. Auch durch seine Farbigkeit – warme Gold- und Rottöne – hebt sich das Fenster zusammen mit seinem Gegenüber auf der rechten Chorseite (vgl. BS_12) von den anderen Fenstern der Kirche ab.

Das Chorfenster hätte nach dem Wunsch von Pfarrer Hornstein bereits für die Benediktion der Kirche, die 1927 geplant war, fertig sein sollen. Hans Stocker und Otto Staiger hätten also nach ihren beiden ersten Fenstern (vgl. Bambino Gesù, BS_1 und Pietà, BS_11) das Chorfenster erstellen sollen (Christ, 1991, S. 91). Schlussendlich wurde es als letztes ausgeführt. Die Eidgenössische Kunstkommission sprach den beiden Künstlern im Februar 1929 ein Stipendium von CHF 3000.– für die Ausführung des Fensters zu (Christ, 1991, S. 91).

Im Rahmen der Arbeit an den Fenstern der Antoniuskirche ist das Probefeld (VMR_90) von Staiger entstanden, sehr wahrscheinlich als 1926 von beiden Künstlern ein ausgeführtes Teilstück eines Figurenfeldes zusammen mit den Entwürfen verlangt wurde.
Die Existenz eines weiteren Glasbildes aus dem Zusammenhang mit der Antoniuskirche wird durch einen Brief von Hans Jaeger an Pierre Fasel vom 7.12.1982 (Archiv des Vitromusée Romont) belegt: Die Glasmalerei von Stocker, gemäss Jaeger im Basler Privatbesitz, stammt aus der Antoniuskirche und zeigt einen Christuskopf. Es war auf Wunsch des Bischofs ausgewechselt worden.

Der 1926 schweizweit ausgeschriebene Wettbewerb mit dem Pariser Maurice Denis in der Jury stellte einen erstaunlichen Vorgang nach dem Wagnis des Kirchenbaus dar. Das Unterfangen der Verglasung dauerte insgesamt mehr als vier Jahre – vom Ausschreibungsbeginn am 2. März 1926, über den Eingabetermin des Wettbewerbs am 15. Juni 1926 bis zur Installation des letzten Glasgemäldes im Juni 1930 (Christ, 1991, S. 89; Anselmetti, 1983a, S. 39–40). Im Anschluss an den Wettbewerb setzte eine langwierige Phase der Entwurfsfindung und -überarbeitung ein, in der die beteiligten Gremien – namentlich die Baukommission sowie Vertreter der Diözese und der römisch-katholischen Kirche – die Konzeptionen von Staiger und Stocker wiederholt kritisch hinterfragten und weitreichende Korrekturen einforderten. Die beiden Künstler konnten während dieser nicht immer einfachen Zeit auf die Unterstützung von wichtigen Persönlichkeiten wie Robert Hess und dem Architekten Karl Moser zählen.
Die insgesamt zwölf monumentalen Glasgemälde, elf figürliche und ein abstraktes, stehen exemplarisch für die Moderne und gelten heute als Schlüsselwerke der Glasmalerei des 20. Jahrhunderts.

Erwähnt in:
Schmidt, 1927, S. 161–162 (Abb. der Entwürfe S. 136–137).
Hess, 1928/1929, S. 75–83.
Hess, 1944, S. 74 (Abb. S. 74, 75).
Anselmetti, 1983a.
Anselmetti, 1983b, S. 355–358.
Christ et al., 1991.
Huber, 1993, S. 504–506 (Abb. 505).
Möhle, 2025, S. 360.

Dating
1929
Commissioner

Henri und Marie Braun Dreller

Place of Manufacture

Provenance

Owner

Römisch-katholische Pfarrei St. Anton, Basel

Bibliography and Sources

Literature

Anselmetti, R. (1983a). Die Glasfenster der Antoniuskirche in Basel [Lizentiatsarbeit]. Universität Basel.

Anselmetti, R. (1983b). Die Glasfenster der Antoniuskirche in Basel. Unsere Kunstdenkmäler: Mitteilungsblatt für Mitglieder der Gesellschaft für Schweizerische Kunstgeschichte, 34(3), 355–358.

Christ, D., Doppler, T., Ganter, T., Huber, D., Ristic, V., Strebel, E. & Wyss, A. (1991). Die Antoniuskirche in Basel. Basel: Birkhäuser Verlag.

Hess, R. (1928/1929). Die Glasmalereien der neuen Antoniuskirche in Basel. Jahrbuch des Verbandes der Renaissance-Gesellschaften, 7, 75–83.

Hess, R. (1944). Neue Glasmalerei in der Schweiz. Das Werk. Architektur und Kunst, 31(3), 69–77. http://doi.org/10.5169/seals-24985.

Huber, D. (1993). Die Antoniuskriche in Basel. Unsere Kunstdenkmäler: Mitteilungsblatt für die Mitglieder der Gesellschaft für Schweizerische Kunstgeschichte, 44(4), 504–507. Doi: http://doi.org/10.5169/seals-393946.

Möhle, M. (2025). Das Stadtdenkmal Basel. Bern: Gesellschaft für Schweizerische Kunstgeschichte.

Schmidt, G. (1927) Die Antoniuskirche in Basel: Architekten Karl Moser (Zürich), und G. Doppler & Sohn. Das Werk. Architektur und Kunst, 14(5), 131–138 u. 161–162. http://doi.org/10.5169/seals-86268

Image Information

Name of Image
BS_Basel_Antoniuskirche_BS_6
Credits
© Kantonale Denkmalpflege Basel-Stadt (Foto: Erik Schmidt, Basel)
Date
1988
Copyright
© Rechteinhaber; © Römische Katholische Kirche Basel-Stadt und Pfarrei St. Anton

Citation suggestion

Kaiser, A., & Snopko, C. (updated) (2026). Glorifikation des hl. Antonius. In Vitrosearch. Retrieved February 17, 2026 from https://vitrosearch.ch/objects/2505179.

Record Information

Reference Number
BS_6