Image commandée

BE_2277: Riss zu ovaler Wappenscheibe Kohler (Koller)
(ZH_Zuerich_ZentralbibliothekZuerich_BE_2277)

Coordonnées

Prière de compléter le champ "Prénom".
Prière de compléter le champ "Nom".
Prière de compléter le champ "E-Mail".
Votre adresse e-mail n'est pas valide.

Veuillez s’il vous plaît indiquer autant d’informations que possible (titre de la publication, base de données, éditeur, nombre d’exemplaires, année de parution, etc.)

Le Vitrocentre Romont ne peut mettre à votre disposition que ses propres images. Nous ne pouvons malheureusement pas vous fournir des images de tiers. Si votre commande concerne des photographies de tiers, nous vous enverrons volontiers l'adresse de contact où vous pourrez obtenir les images.

Les données personnelles que vous avez indiquées dans ce formulaire sont utilisées par le Vitrocentre Romont exclusivement pour le traitement de votre commande d'images. La correspondance relative à la commande est archivée à des fins de traçabilité interne. Les données ne seront utilisées à aucune autre fin que celles énumérées ici, ni transmises à des tiers. En envoyant un formulaire de commande, vous acceptez tacitement cette utilisation de vos données personnelles.

Pour toute question complémentaire, veuillez contacter [email protected].

Titre

Riss zu ovaler Wappenscheibe Kohler (Koller)

Type d'objet
Dimensions
23.5 x 19.2 cm (oval)
Artiste
Datation
1600
Lieu
Numéro d'inventaire
A III 4
Projet de recherche
Auteur·e et date de la notice
Marion Gartenmeister 2023

Iconographie

Description

Im Zentrum des ovalen Risses steht das Vollwappen Kohler (Koller) auf einem Podium, das von einer Inschriftentafel geschmückt wird. Das Wappen wird von einem reich dekorierten Rahmen mit Rollwerk und Girlanden eingefasst, der nur auf der rechten Blatthälfte ausgeführt ist. Links und rechts sitzen zwei kranzschwingende Putten. Die Inschriftenkartusche zeigt neben der Künstlersignatur auch weitere spätere Beischriften, darunter den Eigentumsvermerk Hans Rudolf Landos.
Die Zeichnung ist in schnellen schwarzen Tintenstrichen erfasst und nachlässig grau laviert.

Code Iconclass
46A122 · armoiries, héraldique
92D1916 · cupidons, petits amours, 'amoretti', 'putti'
Mot-clés Iconclass
Héraldique

Wappen Kohler (Koller): ein Kleeblatt haltender Linksarm (hier Rechtsarm) über einem Dreiberg; Helmzier Figur zwei Kleeblätter haltend.

Inscription

HIDüntz 1600 (in der Inschriftenkartusche mit grauer Tinte)
Kohler / HRLando 1605 (darunter in Dunkelbraun) / sr 14 / die die?der (in Hellbraun)
Scheibenrisse Hans Jakob Dünz Bern (Rückseite auf dem Passepartout)

Signature

HIDüntz

Matériaux, technique et état de conservation

Technique

Feder in Schwarz, grau laviert.

Etat de conservation et restaurations

Wasserzeichen nicht bestimmt.
Horizontal- und Vertikalknick.
Auf allen Seiten beschnitten. Blatt ist auf eine blaue Unterlage kaschier. Es ist verbräunt, berieben und fleckig. Fehlstellen an den Blatträndern.

Historique de l'oeuvre

Recherche

Beim Wappen dürfte es sich um das Wappen der Familie Kohler handeln (vgl. dazu Hasler, 1996/1997, 2. Bd., S. 92; Speich, 1984, S. 50; HBLS, 4. Bd., S. 526), und nicht, wie im Katalog der ZB angegeben, um das Wappen der Familie Fellenberg (Zentralbibliothek Zürich, o.J.).
Speich vermutet, dass der Scheibenriss ein Entwurf für eine männliche Wappenscheibe eines Doppelprojekts sei (Speich, 1984, S. 50). Wie Hasler jedoch festhielt, kann es sich beim fehlenden Pendantstück nicht um den Riss mit dem Wappen Michel der Sammlung Wyss (Bernisches Historisches Museum, BHM 20036.720) handeln. Dieser unterscheidet sich von der Komposition her durch die zwei grossen Personifikationen des Frühlings und des Sommers. Der etwas jüngere Scheibenriss mit dem Wappen Zehnder in der Graphischen Sammlung der Zentralbibliothek Zürich zeigt eine vergleichbare Komposition (Zentralbibliothek Zürich, A III 1, BE_7002). In den Eherodeln der Stadt Bern konnte jedoch keine Allianz zwischen Kohler und Zehnder in den Jahren 1582 bis 1601 nachgewiesen werden (Tauf- und Eherodel, Nr. V). Ob es sich beim Scheibenriss tatsächlich um die Hälfte einer Allianzstiftung handelt, bleibt somit offen.
Ein Scheibenriss von 1661 in der Sammlung Wyss im Bernischen Historischen Museum (BHM 20036.624) kopiert den Rahmen detailgetreu. Lediglich das Wappen und damit auch der Stifter wurden neu gestaltet. Es handelt sich um den Entwurf für eine Wappenscheibe für Abraham und Jakob Bitzius. Diese Wappenscheibe wurde, wie eine Kopie im Wappenbuch der Familie Bitzius (Burgerbibliothek Bern, Mss. h. h. LII. 96) von Johann Emanuel Wyss belegt, auch ausgeführt. Sie ist heute aber verschollen. Wyss führt im Wappenbuch aus, dass er das Wappen nach der originalen Wappenscheibe kopiert habe (Hasler, 1996/1997, 2. Bd., S. 92), folglich also nicht nach dem Scheibenriss.
Diese Kopie von 1661 des Risses von Dünz belegt, dass Vorlagen auch noch Jahrzehnte nach deren Entstehung verwendet wurden. Es ist davon auszugehen, dass der Scheibenriss zunächst im Besitz des Berner Glasmalers Hans Rudolf Lando war (Gartenmeister, 2019, S. 56) und, vielleicht nach dessen Tod 1646, in den Besitz eines weiteren Berner Glasmalers überging. Der Scheibenriss wurde wohl von Werkstatt zu Werkstatt weitergereicht. Wer 1661 den Riss und die Scheibe ausgeführt hat, und damit auch, wer zu dieser Zeit in Besitz des Scheibenrisses von Dünz war, ist heute nicht mehr bestimmbar.

Datation
1600
Commanditaire / Donateur·trice

Kohler (Koller)

Provenance

Propriétaire

Zentralbibliothek Zürich, Graphische Sammlungen

Propriétaire précédent·e

Ab 1605 Hans Rudolf Lando, Bern (1584–1646) · 17. Jh. unbekannter Berner Glasmaler · Sammlung Leonhard Ziegler zum Egli (1782–1854)

Propriétaire précédent·e (structuré)
De 1605 jusque 1646 (ca.): Lando, Hans Rudolf, Berne (Suisse)

Bibliographie et sources

Bibliographie

Gartenmeister, M. (2019). "Erkauffdt durch mich HRLando", Der Glasmaler Hans Rudolf Lando als Sammler von Scheibenrissen. Zeitschrift für Schweizerische Archäologie und Kunstgeschichte, 76 (3), 51–74, https://doi.org/10.5169/seals-846965

Hasler, R. (1996/1997). Die Scheibenriss-Sammlung Wyss. Depositum der Schweizerischen Eidgenossenschaft im Bernischen Historischen Museum. 2. Bde. Bern: Stämpfli und Cie AG (2. Bd. S, 92–93).

HBLS. Historisch-Biographisches Lexikon der Schweiz. (1921–1934). 8 Bde. Neuenburg.

Speich, K. (1984). Die Künstlerfamilie Dünz aus Brugg. Ein Beitrag zur Kulturgeschichte der Barockzeit im reformierten Stand Bern. Brugg.

Staatsarchiv des Kantons Bern, Taufund Eherodel Nr. V (1582-1601), B XIII 521.

Zentralbibliothek Zürich (o.J.). Scheibenrisse einer Wappenscheibe Bildmaterial / HDüntz. Zürich: https://doi.org/10.7891/e-manuscripta-32703.

Informations sur l'image

Nom de l'image
ZH_Zuerich_ZentralbibliothekZuerich_BE_2277
Crédits photographiques
Zentralbibliothek Zürich
Lien vers l'image originale
Copyright
Public Domain

Proposition de citation

Gartenmeister, M. (2023). Riss zu ovaler Wappenscheibe Kohler (Koller). Dans Vitrosearch. Consulté le 19 octobre 2026 de https://vitrosearch.ch/objects/2722084.

Informations sur l’enregistrement

Numéro de référence
BE_2277