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TG_113: Stadtscheibe Bischofszell
(TG_Bischofszell_Ortsmuseum_TG_113)

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Title

Stadtscheibe Bischofszell

Type of Object
Artist / Producer
Dating
1517
Dimensions
33.5 x 30 cm im Licht

Iconography

Description

Die Scheibe zeigt das auf Wiesenboden gesetzte Wappen Bischofszells und dahinter vor blauem Himmel den gekreuzigten hl. Theodor, den Stadtpatron. Wappenschild und Figur umfasst eine schlichte Astbogenarkade, über der sich das Schriftband mit dem Stifternamen hinzieht.

Heraldry

Wappen Bischofszell, Stadt: In Rot ein aus heraldisch linkem Schildrand wachsender silberner Rechtsarm, einen goldenen, pfahlweise gestellten Krummstab mit Blattschmuck in der Krümme haltend.

Inscription

die · statt · zv · bischeffzell ·1·51·7·

Signature

keine

Technique / State

State of Conservation and Restorations

Die Säule rechts sowie der Schild neu ergänzt; die Inschrift auf dem linken Stück übermalt; zwei Sprünge und Sprungbleie; die Verbleiung erneuert. Das zersprungene Original des Schildes wurde am 13.8.1965 durch A. Knoepfli dem Ortsmuseum Bischofszell übergeben (Inventarblatt des Museums Inv. 14112). 2018 ist dieses Originalfragment verschollen.

Restaurierungen: 1950 Andreas Kübele, St. Gallen: neuer Schild (Knoepfli, Unterlagen im Staatsarchiv Thurgau).

Technique

Farbloses und farbiges Glas, rotes Überfangglas mit rückseitigem Ausschliff; Bemalung mit Schwarzlot und Silbergelb; rückseitig die eingeritzte Brandmarke "B".

History

Research

Die vorliegende Stadtscheibe wurde 1517 zusammen mit fünf weiteren Glasgemälden, darunter eine des Spitals von Bischofszell, in die 1515 erneuerte Kirche von Sitterdorf geschenkt. Die engen Beziehungen der beiden unweit voneinander gelegenen Orte Bischofszell und Sitterdorf unterstreicht der Becher im Werte von 23 Gulden, den Walburga Henseler, die Witwe von Vitus Buckler aus Bischofszell, gemäss dem Jahrzeitbuch der Kirchgemeinde Sitterdorf damals ins dortige Gotteshaus vergabte (Lanker, 1993, S. 4). Die fünf Glasgemälde wurden bei der Kirchenrenovation von 1813 vom Baumeister J.J. Zingg an den Chorherrn Hundbiss (Hundsbiss, Humpis, Humpiss) in Bischofszell verkauft (Bischofszeller Zeitung, 1884; Knoepfli, 1962). Während über das weitere Schicksal von drei dieser Scheiben nichts Weiteres bekannt ist, gelangten die Stiftung der Stadt Bischofszell vor 1890 in die dortige katholische Kirche (Muttergotteskapelle) (Rahn, 1890, S. 64) sowie diejenige des Heiliggeistspitals in Privatbesitz (Joachim Kreis, Zihlschlacht). Letztere wurde 1922 auf der Auktion Helbing in Luzern verkauft. 1949 gelang es der Kirchgemeinde Bischofszell, auch sie zu erwerben. 1962 (Knoepfli, 1962, S. 506) befanden sich beide Scheiben in der Muttergotteskapelle der katholischen Kirche Bischofszell. Die Scheibe des Heiliggeistspitals wurde jedoch 1971 gestohlen (Knoepfli, Bericht, 22.10.1971). Eine Kopie derselben von 1890 befindet sich im Ortsmuseum Bischofszell. Die Stadtscheibe wird seit 1971 im Ortsmuseum Bischofszell aufbewahrt.

Albert Knoepfli vermutet, dass es der Konstanzer Glasmaler Ludwig Stillhart war, der im Auftrag der Stadt und des Spitals Bischofszell deren Scheiben 1517 für den damaligen Kirchenneubau in Sitterdorf herstellte. Stillhart ist der einzige in dieser Zeit für den Thurgau tätige Glasmaler, der namentlich belegt ist. Dessen Stil ist aber durch die Glasgemälde für das Rathaus von Ermatingen (TG_16, TG_17, TG_18, TG_19) bezeugt und unterscheidet sich von demjenigen der Stadtscheibe Bischofszell. Deren Schöpfer bleibt unbekannt.

Die Scheibe wird genannt in: Bischofszeller Zeitung (1884). Beilage zu Nr. 147. Büchi, 1890, S. 30. Rahn/Haffter, 1899, S. 64. Boesch, 1947, S. 58, Nr. 1. Knoepfli, 1956, S. 8. Knoepfli, 1962, S. 506f., Abb. 459. Ortsmuseum Bischofszell, 1971, S. 33 (ausgestellt im Raum X). Knoepfli, 1975, S. 31. Reinhart, 1999, S. 42.

Bericht Knoepfli, 22.10.1971, Staatsarchiv Thurgau, Archiv Kunstdenkmäler, Bischofszell 2M.

Dating
1517
Original Donator

Bischofszell, Stadt

Previous Location
Owner

Historisches Museum Bischofszell

Previous Owner

1813 Verkauf an Chorherr Hundbiss (Hundsbiss, Humpis, Humpiss), Bischofszell, durch J.J. Zingg · 1890 Kirche Bischofszell (Muttergotteskapelle, Marienkapelle)

Inventory Number
14112

Bibliography and Sources

Literature

Bischofszeller Zeitung (1884). Beilage zu Nr. 147.

Boesch, P. (1947). Sechs Rundscheiben von Bischofszell von 1660. Thurgauische Beiträge zur Vaterländischen Geschichte, Bd. 83.

Büchi, J. (1890). Über die Glasmalerei überhaupt und über thurgauische Glasgemälde insbesondere. Thurgauische Beiträge zur vaterländischen Geschichte, Heft 30.

Knoepfli, A. (1956). Stadt Bischofszell. Schweizerische Kunstführer. Basel: Gesellschaft für Schweizerische Kunstgeschichte.

Knoepfli, A. (1962). Die Kunstdenkmäler des Kantons Thurgau. Bd. III: Der Bezirk Bischofszell. Die Kunstdenkmäler der Schweiz. Basel: Birkhäuser Verlag.

Knoepfli, A. (1975). Bischofszell. Schweizerische Kunstführer. Basel: Gesellschaft für Schweizerische Kunstgeschichte.

Lanker, O., Hrsg. (1993). Geschichte der Kirchgemeinde Sitterdorf-Zihlschlacht verfasst von Huldreich Gustav Sulzberger, 1845–1866 Pfarrer in Sitterdorf. Otto Lanker.

Das Ortsmuseum Bischofszell (1971). Wegleitung, verfasst vom Amt für thurgauische Kunstdenkmäler-Inventarisation und Denkmalpflege.

Rahn, J.R., Haffter, E. (1899). Die mittelalterlichen Architektur- und Kunstdenkmäler des Cantons Thurgau. Frauenfeld: Commissionsverlag J. Huber. Abgerufen von https://bildsuche.digitale-sammlungen.de/index.html?c=viewer&bandnummer=bsb00078121&pimage=3&v=150&nav=&l=de

Reinhart, H. (Red.) (1999). Die Erweiterung des Museums Bischofszell. Mitteilungen aus dem Thurgauischen Museum, Heft 32.

References to Additional Images

Amt für Denkmalpflege Thurgau

Image Information

Name of Image
TG_Bischofszell_Ortsmuseum_TG_113
Credits
© Vitrocentre Romont
Date
2018
Copyright
© Historisches Museum Bischofszell

Inventory

Reference Number
TG_113
Author and Date of Entry
Rolf Hasler; Sarah Keller 2020
Version 1.3.1 Objects | Artists | Studios | Buildings / Institutions | Iconclass Codes