Image Ordered

TG_97: Wappenscheibe Johann Heinrich Sulzberger
(TG_Frauenfeld_Rathaus_TG_97)

Contact Details

Please specify your first name.
Please specify your name.
Please specify your e-mail address.
The e-mail address is invalid.

Please provide as much information as possible (publication title, database, publisher, edition, year of publication, etc.).

Should you have any questions, please send us an e-mail: info@vitrosearch.ch.

Please read and accept the terms of use.
Title

Wappenscheibe Johann Heinrich Sulzberger

Type of Object
Artist / Producer
Dating
1741
Dimensions
28.8 x 23.8 cm im Licht
Location
Place
Schützenstube
Inventory

Iconography

Description

Das farbig bemalte Vollwappen Heinrich Sulzbergers befindet sich vor farblosem Grund auf dem Podium, an dessen Front der Stiftername auf einem Vorhang angebracht ist. Die sich auf dem Podium erhebende, in Grisaillemalerei ausgeführte Rahmenarchitektur besteht aus Doppelsäulen mit Fruchtgehängen und einem darauf ruhenden massiven Gebälk.

Iconclass Code
46A122(SULZBERGER) · armorial bearing, heraldry (SULZBERGER)
Iconclass Keywords
Heraldry

Wappen Sulzberger, Heinrich: In Blau mit goldenem Schildrand ein gebildeter goldener Mond über grünem Dreiberg, beseitet von zwei sechsstrahligen goldenen Sternen; Helm: silbern; Helmdecke: golden und blau; Helmzier: gebildeter goldener Mond.

Inscription

Heinrich Sultzberger / deβ Jnneren Rahts und / Statt Leütenat / Anno 1694 Renov. per Filium Suum Pro Pretorem / 17 41.

Signature

Sam. Kupffer glaßmahler in Bern

Technique / State

State of Conservation and Restorations

Gut.

Technique

Farbloses Glas; Bemalung mit Schwarzlot, Silbergelb und Eisenrot sowie blauer und grüner Schmelzfarbe.

History

Research

Der Stifter Heinrich Sulzberger dürfte mit dem aus Frauenfeld stammenden Johann Heinrich Sulzberger (1663–20.3.1713) identisch sein, der in seiner Stadt Handelsherr, Rat, Stadtleutnant, Stadtvogt und Fähndrich war. Er heiratete 1688 Elisabeth Mörikofer (1669–1693) und nach deren Tod 1693 Dorothea Heidegger (gest. 1721) aus Zürich. Sulzberger hatte von seiner ersten Gemahlin einen sowie von seiner zweiten vier weitere Söhne. Der weitaus bekannteste von ihnen war Andreas I. (1694–5.3.1767), der in Frauenfeld Stadthauptmann, Kirchenpfleger, Schützenschreiber und Schultheiss (1748–1766) war. Dieser ehelichte 1716 Anna Katharina Schindler (1698–1731) aus Glarus sowie 1731 Dorothea Escher (1707–1779) aus Zürich (Unterlagen Staatsarchiv TG).

Die von Heinrich Sulzberger 1694 gestiftete Scheibe liess dessen Sohn 1741 durch den Berner Glasmaler Samuel Küpfer vollständig erneuern. Da sie weitgehend analog gestaltet ist wie diejenige Gabriel Mörikofers von 1699 (TG_96), schuf sie Küpfer wohl nach dem Vorbild der älteren Stiftung von 1694, die vermutlich durch ein Unwetter in die Brüche gegangen war. Mörikofers Scheibe von 1699 entstand, wie stilistische Vergleiche nahelegen, in der Werkstatt des Zürcher Glasmalers Hans Ulrich Nüscheler. Demnach stammte auch Sulzbergers ursprüngliche Stiftung von 1694 von diesem Glasmaler. Die beiden ähnlich komponierten und gleich grossen Glasgemälde Sulzbergers und Mörikofers wurden in den 1690er Jahren möglicherweise für den gleichen Bestimmungsort in Auftrag gegeben. Auf vorliegender Scheibe ist angegeben, Sulzbergers Sohn habe dieselbe 1741 “pro pretorem” erneuern lassen. Mit dem “praetor” ist wahrscheinlich der Schultheiss von Frauenfeld gemeint. 1741 bekleidete dieses Amt Karl Josef Locher (im alljährlichen Wechsel mit Johann Melchior Müller (1678–1757)) (Leisi, 1946, S. 232).

Die Scheibe ist die einzige in den Thurgau gestiftete Scheibe, die vom Berner Glasmaler Samuel Küpfer geschaffen wurde. Es ist kein näherer Bezug des Stifters zu Bern oder Küpfer bekannt. Der Grund für den Auftrag nach Bern ist wohl darin zu suchen, dass um 1740 überhaupt nur noch sehr wenige Glasmaler tätig waren. Die letzten in der Region tätigen Glasmaler, Johann Baptist Müller aus Zug und Johann Georg Spengler aus Konstanz, waren 1735 resp. 1737 verstorben. Offenbar deswegen griff der Sohn Heinrich Sulzbergers 1741 auf den in der Region Bern noch recht vielbeschäftigten Glasmaler Samuel Küpfer zurück.

Die Scheibe wird genannt in Büchi, 1890, S. 41, Nr. 35. Stähelin, 1890, S. 42, Nr. 13. Rickenmann, 1940, Abb. Das Rathaus Frauenfeld, S. 30f. Früh/Ganz, 1987, S. 20, Abb.

Dating
1741
Original Donator

Sulzberger (Sultzberger), Johann Heinrich, Stadtleutnant Frauenfeld

Previous Location
Gebäude, Frauenfeld · Haus des Schultheissen
Place of Manufacture
Owner

Seit 1886 Bürgergemeinde Frauenfeld

Inventory Number
TD 40 (Historisches Museum Thurgau)

Bibliography and Sources

Literature

Büchi, J. (1890). Beschreibendes Verzeichnis der Glasgemälde des thurgauischen historischen Museums. Thurgauische Beiträge zur vaterländischen Geschichte, Heft 30.

Das Rathaus Frauenfeld (1983). Frauenfeld: Bürgergemeinde.

Früh, M. und Ganz, J. (1987). Das Rathaus Frauenfeld (Schweizerische Kunstführer). Bern: Gesellschaft für Schweizerische Kunstgeschichte.

Leisi, E. (1946). Geschichte der Stadt Frauenfeld. Frauenfeld: Verlag Huber & Co.

Rickenmann, J. (1940). Thurgauer Wappenbuch. Genf: Roto–Sadag AG.

Stähelin (1890). Catalog (Inventarium) der thurgauischen historischen Sammlung. Thurgauische Beiträge zur vaterländischen Geschichte, Heft 30.

References to Additional Images

Schweizerisches Nationalmuseum Zürich, Foto 32647

Image Information

Name of Image
TG_Frauenfeld_Rathaus_TG_97
Credits
© Vitrocentre Romont
Date
2018
Copyright
© Bürgergemeinde Frauenfeld

Inventory

Reference Number
TG_97
Author and Date of Entry
Rolf Hasler; Sarah Keller 2020
Version 1.3.1 Objects | Artists | Studios | Buildings / Institutions | Iconclass Codes