Image Ordered

BE_9727: Wappenscheibe Viktor Egger
(BE_Kandersteg_Ruedihus_BE_9727)

Contact Details

Please specify your first name.
Please specify your name.
Please specify your e-mail address.
The e-mail address is invalid.

Please provide as much information as possible (publication title, database, publisher, edition, year of publication, etc.).

Should you have any questions, please send us an e-mail: info@vitrosearch.ch.

Please read and accept the terms of use.
Title

Wappenscheibe (Viktor) Egger

Type of Object
Artist / Producer
Dating
1753
Dimensions
17.5 x 13.2 cm im Licht
Location
Place
5
Inventory

Iconography

Description

Über der Kartusche mit Stifterinschrift befindet sich das Vollwappen Egger.

Iconclass Code
46A122(EGGER) · armorial bearing, heraldry (EGGER)
Iconclass Keywords
Heraldry

Wappen Egger: Geteilt, geschacht von Rot und Gold, und von Silber roter Löwe.

Inscription

Anno 1897 / (Hr.) Viktor Egger vnd / Elise Kauf sein / E...G...

Signature

keine

Technique / State

State of Conservation and Restorations

Ein grosser Teil der Bemalung ist verloren. Restaurierung: 2017 Ursula Knoblauch Bern (nur Restaurierung der Butzenfenster – ohne die darin befindlichen Wappenscheiben).

Technique

Kaltbemalung Monolithscheibe mit schwarzer, gelber, roter Bemalung.

History

Research

Das Ruedihus wurde 1753 für den Landesvenner Peter Germann erbaut. Dieser liess sich damals in seinen Neubau Fenster mit Wappenscheiben sowie Türen schenken. Wie an den Bleien der noch bauzeitlichen Butzenfenstern zu sehen ist, waren es ursprünglich neun Glasgemälde (vgl. auch die Abb. in Correvon, 1900, S. 40). Heute befinden sich in den acht Doppelfenstern sieben Wappenscheiben. Nach den Wappen auf den gestifteten Türen zu urteilen, wurden die beiden verlorenen Glasgemälde von Peter oder Hans Brügger sowie von Gilgian (Gilgen) Holzer geschenkt. Die Inschrift auf vorliegender Scheibe nennt die Jahreszahl 1897 und nicht 1753 wie die anderen Scheiben. Die Maltechnik der Scheibe unterscheidet sich aber nicht von den anderen Exemplaren. Daraus lässt sich folgern, dass bereits 1753 ein Mitglied der Familie Egger eine Scheibe stiftete, deren wohl bereits beschädigte Inschrift aber 1897 durch Viktor Egger und Elise Kauf übermalt wurde. Viktor Egger (†1914) war der älteste Sohn des Kandersteger Hotelier Rudolf Egger (†1897). 1893 übernahm er von seinem Vater die Leitung des Hotel Victoria. 1897 erbte er das Hotel Victoria sowie das Ruedihus. (Howald, 2004, S.168; Correvon, 1900, S. 39). Zu dieser Zeit, um 1750, entstanden nur noch vereinzelt farbig bemalte Wappenscheiben. Weit verbreiteter waren die Schliffscheiben. Deren Motive sind aus dem Glas ausgeschliffen und sie sind mit wenigen Ausnahmen nicht bemalt. Umso bedeutender ist der Zyklus, der sich bis heute in situ im Ruedihus in Kandersteg erhalten hat. Es handelt sich um die einzigen Glasmalereien in einem Profanbau der Alten Eidgenossenschaft, die sich an ihrem ursprünglichen Stiftungsort erhalten haben. Der einzige um 1750 noch namentlich fassbare Glasmaler im Stand Bern ist Samuel Küpfer. Noch zwischen 1739 und 1751 schuf dieser einen Zyklus gemalter Wappenscheiben für das Zunfthaus zu Schmieden in der Stadt Bern (BE_255BE_264). Stil und Technik (Kaltbemalung) der Scheiben im Ruedihus sprechen aber gegen ein Zuweisung der Serie an Küpfer. Sowie die Schöpfer der Schliffscheiben stets anonym bleiben, lassen sich auch die Wappenscheiben in Kandersteg mit keinem Künstlernamen in Verbindung bringen. Da bereits in früheren Jahrhunderten Glasmaler manchmal auch als Flachmaler tätig waren, ist auch hier möglich, dass derselbe Kunsthandwerker die Glasmalereien sowie die Türen des Ruedihus mit den Wappen bemalte. Dafür spricht dass die Glasmalereien nicht gebrannt, sondern kalt bemalt wurden. Die Scheibe wird genannt in: Brügger et al., 1977, S. 659, 684 (Abb. 41). Affolter, 1990, S. 270, Abb. 406, 663, 787. Reichen et al., 2001, S. 66, 67.

Dating
1753
Original Donator

Egger, Viktor · Kauf, Elise

Owner

Privatbesitz

Bibliography and Sources

Literature

Affolter, H.Ch. (1990). Das Berner Oberland. Die Bauernhäuser des Kantons Bern. Basel: Schweiz. Gesellschaft für Volkskunde.

Brügger, W. et al. (1977). Das Frutigbuch. Heimatkunde für die Landschaft Frutigen, Bern: P. Haupt.

Correvon, H. (1900). Le "Rudihaus" à Kandersteg. La patrie suisse, 7–8, S. 39–40.

Das Ruedihaus in Kandersteg (1908). Heimatschutz, 3, S. 14.

Frutiger Geschlechter (2016). Abgerufen von http://www.frutigergeschlechter.ch/humo-gen/family.php?database=humo_&id=F15578&main_person=I40419

Reichen, V., et al. (2001). Kandersteg. Natur – Geschichte – Menschen. Berner Heimatbücher (überarb. Neuauflage von 1984). [Frutigen]: Altels-Verlag.

Howald, S. (2004). Insular denken. Grossbritannien und die Schweiz: Facetten einer Beziehung. Zürich: NZZ.

Image Information

Name of Image
BE_Kandersteg_Ruedihus_BE_9727
Credits
© Vitrocentre Romont
Date
2017

Inventory

Reference Number
BE_9727
Author and Date of Entry
Rolf Hasler ; Sarah Keller 2019
Version 1.2 Objects | Artists | Studios | Buildings / Institutions