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BS_11: Pietà
(BS_Basel_Antoniuskirche_BS_11)

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Titel

Pietà

Art des Objekts
Masse
1380 x 480 cm; 330 x 235 cm (Figurenfeld)
Künstler:in / Hersteller:in
Werkstatt / Atelier
Datierung
1927
Standort
Lage
o II
Forschungsprojekt
Autor:in und Datum des Eintrags
Astrid Kaiser 2017; Christina Snopko 2026

Ikonografie

Beschreibung

Die figürlichen Felder zeigen eine Pietà. Die blau gekleidete Muttergottes hält den Leichnam des vom Kreuz abgenommenen Jesus Christus in ihrem Schoss. Der rechte Arm Jesu fällt nach unten. Die Stigmata sind deutlich sichtbar. Der rote Hintergrund der Szene wird innen von einer dünnen gelben, dann von einer dickeren grünen und schlussendlich von einer blauen Linie umrahmt.
Die ornamentale Rahmenverglasung (7/8 der Gesamtfläche) zeigt eine geometrische Komposition aus vorwiegend blauen und gelben Gläsern, durchbrochen von einigen hellgrünen und weissen Gläsern.

Iconclass Code
73D722 · Pietà, Vesperbild, Marienklage: Maria trauert (allein) um Christus (mit oder ohne Dornenkrone)
Iconclass Stichworte
Inschrift

E.C. WANNIER- – STACHELIN d.d. 1927 (unten rechts der figürlichen Felder)

Signatur

O. Staiger (unten links der figürlichen Felder)

Materialien, Technik und Erhaltungszustand

Materialien

Glas, Blei, Schwarzlot

Technik

Bleiverglasung, Antikglas, Schwarzlot. Ursprüngliche Korrekturen mit Ölfarben (Christ, 1991, S. 130).

Erhaltungszustand und Restaurierungen

Alle Fenster der Antoniuskirche wurden anlässlich der globalen Renovationsarbeiten des Baues, die zwischen 1981 und 1991 stattfanden, ausgebaut und gereinigt. Die Verbleiung wurde vollkommen ersetzt, weil sie viele Risse vorwies; gesprungene Gläser wurden geklebt; ursprüngliche Korrekturen in Ölfarbe wurden, wenn nötig, mit Paraloid gefestigt (Christ, 1991, S. 130).

Entstehungsgeschichte

Forschung

Das Fenster befindet sich auf der Epistelseite der Kirche (Ostwand, gegen die Kannenfeldstrasse) und ist das fünfte rechts vom Eingang. Ihm gegenüber ist an der Westwand die Darstellung des Todes des hl. Antonius von Hans Stocker eingelassen. Es handelt sich um das erste Fenster Otto Staigers, das er für die Antoniuskirche anfertigte. Der Ausführungsentwurf ist im Aufsatz von Georg Schmidt abgebildet (Schmidt, 1927, S. 137). Nachdem die Auftraggeber den Karton bis ins Detail korrigierten, haben sie ihn schlussendlich im März 1927 genehmigt (Christ, 1991, S. 90–91).

Im Rahmen der Arbeit an den Fenstern der Antoniuskirche ist das Probefeld (VMR_90) von Staiger entstanden, sehr wahrscheinlich als 1926 von beiden Künstlern ein ausgeführtes Teilstück eines Figurenfeldes zusammen mit den Entwürfen verlangt wurde (Anselmetti, 1983a, S. 58, 60).
Die Existenz eines weiteren Glasbildes aus dem Zusammenhang mit der Antoniuskirche wird durch einen Brief von Hans Jaeger an Pierre Fasel vom 7.12.1982 (Archiv des Vitromusée Romont) belegt: Die Glasmalerei von Stocker, gemäss Jaeger im Basler Privatbesitz, stammt aus der Antoniuskirche und zeigt einen Christuskopf. Es war auf Wunsch des Bischofs ausgewechselt worden.

Der 1926 schweizweit ausgeschriebene Wettbewerb mit dem Pariser Maurice Denis in der Jury stellte einen erstaunlichen Vorgang nach dem Wagnis des Kirchenbaus dar. Das Unterfangen der Verglasung dauerte insgesamt mehr als vier Jahre – vom Ausschreibungsbeginn am 2. März 1926, über den Eingabetermin des Wettbewerbs am 15. Juni 1926 bis zur Installation des letzten Glasgemäldes im Juni 1930 (Christ, 1991, S. 89; Anselmetti, 1983a, S. 39–40). Im Anschluss an den Wettbewerb setzte eine langwierige Phase der Entwurfsfindung und -überarbeitung ein, in der die beteiligten Gremien – namentlich die Baukommission sowie Vertreter der Diözese und der römisch-katholischen Kirche – die Konzeptionen von Staiger und Stocker wiederholt kritisch hinterfragten und weitreichende Korrekturen einforderten. Die beiden Künstler konnten während dieser nicht immer einfachen Zeit auf die Unterstützung von wichtigen Persönlichkeiten wie Robert Hess und dem Architekten Karl Moser zählen.
Die insgesamt zwölf monumentalen Glasgemälde, elf figürliche und ein abstraktes, stehen exemplarisch für die Moderne und gelten heute als Schlüsselwerke der Glasmalerei des 20. Jahrhunderts.

Erwähnt in:
Schmidt, 1927, S. 161–162 (Abb. der Entwürfe S. 136–137).
Hess, 1928/1929, S. 75–83.
Hess, 1944, S. 74 (Abb. S. 74, 75).
Anselmetti, 1983a.
Anselmetti, 1983b, S. 355–358.
Christ et al., 1991.
Huber, 1993, S. 504–506 (Abb. 505).
Möhle, 2025, S. 360.

Datierung
1927
StifterIn

E. C. Wannier-Stächelin

Herstellungsort

Provenienz

Eigentümer:in

Römisch-katholische Pfarrei St. Anton, Basel

Bibliografie und Quellen

Literatur

Anselmetti, R. (1983a). Die Glasfenster der Antoniuskirche in Basel [Lizentiatsarbeit]. Universität Basel.

Anselmetti, R. (1983b). Die Glasfenster der Antoniuskirche in Basel. Unsere Kunstdenkmäler: Mitteilungsblatt für Mitglieder der Gesellschaft für Schweizerische Kunstgeschichte, 34(3), 355–358.

Christ, D., Doppler, T., Ganter, T., Huber, D., Ristic, V., Strebel, E. & Wyss, A. (1991). Die Antoniuskirche in Basel. Basel: Birkhäuser Verlag.

Hess, R. (1928/1929). Die Glasmalereien der neuen Antoniuskirche in Basel. Jahrbuch des Verbandes der Renaissance-Gesellschaften, 7, 75–83.

Hess, R. (1944). Neue Glasmalerei in der Schweiz. Das Werk. Architektur und Kunst, 31(3), 69–77. http://doi.org/10.5169/seals-24985.

Huber, D. (1993). Die Antoniuskriche in Basel. Unsere Kunstdenkmäler: Mitteilungsblatt für die Mitglieder der Gesellschaft für Schweizerische Kunstgeschichte, 44(4), 504–507. Doi: http://doi.org/10.5169/seals-393946.

Möhle, M. (2025). Das Stadtdenkmal Basel. Bern: Gesellschaft für Schweizerische Kunstgeschichte.

Schmidt, G. (1927) Die Antoniuskirche in Basel: Architekten Karl Moser (Zürich), und G. Doppler & Sohn. Das Werk. Architektur und Kunst, 14(5), 131–138 u. 161–162. http://doi.org/10.5169/seals-86268

Bildinformationen

Name des Bildes
BS_Basel_Antoniuskirche_BS_11
Fotonachweise
© Kantonale Denkmalpflege Basel-Stadt (Foto: Erik Schmidt, Basel)
Aufnahmedatum
1988
Copyright
© Rechteinhaber; © Römische Katholische Kirche Basel-Stadt und Pfarrei St. Anton

Zitiervorschlag

Kaiser, A., & Snopko, C. (aktualisiert) (2026). Pietà. In Vitrosearch. Aufgerufen am 17. Februar 2026 von https://vitrosearch.ch/objects/2505214.

Informationen zum Datensatz

Referenznummer
BS_11