Frédéric Aylé war ein Spitzenhändler aus dem Elsass. 1856 heiratete er in Nancy Marie Colette Idoux (*1828), eine Stickerin. Das Ehepaar gründete daraufhin in Nancy die Stickerei Aylé-Idoux. Ab 1866 lebten sie in Paris, in der Rue de l’Échiquier. 1867 erwarben sie einen Teil des Parks von Miraville in Sarcelles, einem ehemaligen Marquisat. Das Unternehmen Aylé-Idoux florierte und errichtete mehrere Fabriken, sowohl in der Schweiz als auch in Sarcelles. 1878–1896 amtete Aylé als Bürgermeister von Sarcelles. 1884/85 liess das Ehepaar eine Villa, den Manoir de Miraville, errichten, deren Fenster mit Glasmalereien aus dem 16.–19. Jahrhundert versehen waren (Métais, 2024). 1905, nach dem Tod Frédéric Aylés, versteigerte das Hotel Drouot in Paris seine Sammlung.
Catalogue des Objets d'art. Composant la Collection de feu M. F. Aylé (1905, 21–23 mars). Paris, Hotel Drouot. Paris: Imprimerie de l'Art.
Métais, M. (2024). Maison de villégiature dite manoir de Miraville. Inventaire général du patrimoine culturel de la Région Île-de-France. https://inventaire.iledefrance.fr/dossier/IA95000586