Zu seiner Zeit gehörte Hans Ulrich Fisch zu den meistbeschäftigsten Schweizer Glasmalern. Für die Region des bernischen Unteraargaus war die Werkstatt Fischs in Aarau ab 1620 für mehrere Jahrzehnte tonangebend. Seine Werke zeichnen sich durch eine ausgewogene Komposition sowie eine technisch hervorragende Ausführung aus. Auch betätigte er sich als Hersteller von zahlreichen Rissen, die als ausgiebiger Fundus für Typen und Vorlagen seinen Nachfolgern zur Verfügung standen. Zu diesen zählen allen voran die beiden Söhne Hans Balthasar (1608–1656) und Hans Ulrich II. Fisch (1613–1686), die nach dem Tod des Vaters seinen Aarauer Betrieb fortführten.
Zu den Nachfolgern Fischs kann auch der Berner Glasmaler Matthias Zwirn (1630–1681) gerechnet werden: Er muss zumindest einen Teil seiner Lehre in dessen Werkstatt absolviert haben. Seine engen Kontakte zu Fisch unterstreicht der für eine Allianzscheibe desselben bestimmte Riss (Hasler, 2002, Abb. 31), den er 1640 in Aarau ausführte und später als Vorlage für die heute im Lenzburger Rathaus befindliche allegorische Bildscheibe wieder verwendete (AG 58).