In einem ovalen Medaillon wird gemäss der Beischrift in der Kartusche eine Szene aus dem neutestamentlichen Gleichnis des verlorenen Groschens nach Lk 15,8–9 (Die verlorene Silbermünze) gezeigt. In der Bildmitte bückt sich eine alte Frau zu einem Kind im Vordergrund. In ihrer linken Hand hält sie eine brennende Kerze. Das Kind, vor dem Spielzeug auf dem Boden liegt, streckt der Frau eine Hand entgegen. Im Hintergrund stehen mehrere Frauen zusammen.
Ein reichdekorierter Rollwerkrahmen in Doppelprojektion fasst die Szene ein. Auf beiden Seiten steht je eine nicht identifizierte Personifikation.
Die obere Kartusche über der narrativen Szene ist leer. Die untere, die wie der Rahmen als Doppelprojektion gestaltet ist, nimmt die Künstlersignatur und der spätere Eigentumsvermerk von Hans Rudolf Lando auf.
Die Zeichnung ist mittels Lavierung und Schattengebung im Mittelbild räumlich und körperlich ausformuliert.
73C846 · la pièce d'argent retrouvée (Luc 15:8-9)
NV̊R 1588 (in der Kartusche rechts in Braunschwarz)
Luc 15 (links in Schwarz) / HRLando 1605 (links oben in Braun)
Erkauffet von Ludwig Koch durch mich HRLando 1605 Jars (verso) / WF / A S (durchgestrichen) (Sammelstempel des Landesmuseums)
Legat: Dr. H. Angst 1922
NVR 1588