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TG_1924: Bildscheibe Kaspar Hüfly mit Anbetung der Heiligen Drei Könige
(TG_Frauenfeld_HistMuseum_TG_1924)

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Title

Bildscheibe Kaspar Hüfly mit Anbetung der Heiligen Drei Könige

Type of Object
Artist / Producer
Dating
1590

Iconography

Description

Im Zentrum erscheinen die Heiligen Drei Könige vor dem Christkind im Schosse Mariens. Seitlich davon stehen vor Pfeilern je zwei Heilige, links Katharina (oben) und Nikolaus sowie rechts Barbara und Jakobus maior. Im Oberbild sind drei Szenen festgehalten. Sie zeigen die Geburt Christi (links), den an den Baum gebundenen hl. Sebastian, der auf Geheiss des Kaisers Diokletian von Pfeilen durchbohrt wird (Mitte), und den Traum Jakobs (rechts). In der Ecke unten links kniet der Stifter neben seinem Wappenschild und der Rollwerkkartusche mit seinem Namen.

Iconclass Code
46A122(HÜFLY) · armorial bearing, heraldry (HÜFLY)
Iconclass Keywords
Heraldry

Wappen Hüfly, Kaspar: In Blau drei goldene Hufnägel.

Inscription

H. Casparus hüfly. Pfar= / her zu Wuppenow. 1590 S. CATRINA / S. NICLAVS / S. BARBARA / S. IACOB MAIOR

Signature

keine

Technique / State

State of Conservation and Restorations

Gut; ein Sprung und ein Sprungblei; die Verbleiung erneuert.

Technique

Farbloses und farbiges Glas; rotes Überfangglas mit rückseitigem Ausschliff; Bemalung mit Schwarzlot, Silbergelb und Eisenrot sowie blauer Schmelzfarbe.

History

Research

Der Stifter war Pfarrer in Wuppenau, einem Pfarrdorf am Nollen nordöstlich von Wil (SG) mit vielen Weilern (Bezirk Münchwilen TG). Bereits im 9. Jahrhundert besass das Kloster St. Gallen in Wuppenau Grund und Boden. Bis 1798 bildeten Schönholzerswilen und Wuppenau im Thurgau das sogenannte Berggericht, ein sanktgallisches Niedergericht. Die Kollatur der 1275 erwähnten Kirche besass die Komturei Tobel von spätestens 1396 bis 1809. 1530 übernahm Wuppenau die Reformation. Gerichtsherr und Kollator bedrängten nach 1531 die Reformierten und 1562 wurden die Pfründen geteilt. 1564–1714 besuchten die Reformierten den Gottesdienst in Neukirch an der Thur, seither in Schönholzerswilen. Im Jahre 1257 wird in Wuppenau erstmals ein Priester urkundlich erwähnt. Ab 1567 stand die 1638 erwähnte “nicht sehr gross, aber recht und wie sich’s gebührt gebaute” Kirche St. Martin von Wuppenau nach den Reformationswirren wieder den Katholiken zur Verfügung. Vom im Jahre 1567 verbrieften Recht der evangelischen Mitchristen zu einer Abendmahlspredigt an den Nachheiligtagen (Ostern, Pfingsten und Weihnachten) wird bis auf den heutigen Tag Gebrauch gemacht. 1703 erfolgte ein Neubau der Kirche, welche später dem heutigen Gotteshaus Platz machen musste. In den Jahren 1890–1897 wurde die Kirche von Wuppenau nach Plänen von August Hardegger im neugotischen Stil vollständig erneuert. Von der alten Kirche aus dem Jahre 1703 blieb nur der Turmstock übrig. Der alte Turm, der zwischen 1679 und 1688 errichtet worden war, wurde erhöht (Knoepfli, 1955, S. 379-394).

Rahmenpfeiler mit übereinander gestellten Figuren stellte oft der Winterthurer Glasmaler Tobias Erhart dar (vgl. TG_101, TG_1681). Es war aber eine kompositorische Gestaltung, die auch von älteren Glasmalern verwendet wurde. Ein Beispiel ist die von Heinrich Forer, Konventual im Stift St. Gallen, 1579 in Auftrag gegebene Figurenscheibe im Historischen Museum St. Gallen (Egli, Bd. 2, Taf. 12). Diese kann nicht von Erhart (*1569) stammen. In stilistischer Hinsicht lässt sich kein Glasmaler eindeutig als Schöpfer der vorliegenden Scheibe bestimmen. Ausser Erhart kämen etwa auch Wolfgang Breny aus Rapperswil, Caspar Spengler aus Konstanz oder Melchior Schmitter aus Wil in Frage.

Die Scheibe wird genannt in: Galerie Stuker, 2010, Nr. 7629.

Dating
1590
Original Donator

Hüfly, Kaspar, Pfarrer Wuppenau

Previous Location
Owner

Seit 2013 Historisches Museum Thurgau

Previous Owner

2010 Galerie Stuker, Bern · 2010–2013 Fritz Kummer, Bonstetten

Inventory Number
T 44959

Bibliography and Sources

Literature

Egli, J. (1927). Die Glasgemälde des Historischen Museums in St. Gallen. Zweiter Teil: Die vom Kloster St. Gallen, von Bewohnern der st. gallischen Landschaft und des Landes Appenzell gestifteten Scheiben. Glasgemälde verschiedener Herkunft. 67. Neujahrsblatt Historischer Verein des Kantons St. Gallen. St. Gallen: Verlag der Fehr'schen Buchhandlung.

Galerie Jürg Stuker, Bern (Herbst 2010), Auktionskatalog. Bern: Auktionshaus Stuker.

Knoepfli, A. (1955). Die Kunstdenkmäler des Kantons Thurgau. Bd. II: Der Bezirk Münchwilen. Die Kunstdenkmäler der Schweiz. Basel: Birkhäuser Verlag.

Image Information

Name of Image
TG_Frauenfeld_HistMuseum_TG_1924
Credits
© Vitrocentre Romont (photo : Yves Eigenmann, Francesco Ragusa, Fribourg)
Date
2018
Copyright
© Historisches Museum Thurgau

Inventory

Reference Number
TG_1924
Author and Date of Entry
Rolf Hasler; Sarah Keller 2020
Version 1.3.1 Objects | Artists | Studios | Buildings / Institutions | Iconclass Codes