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FR_198: Wappenscheibe Niklaus Von der Weid 1701
(FR_Freiburg_MAHF_FR_198)

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Title

Wappenscheibe Niklaus Von der Weid 1701

Type of Object
Artist / Producer
Bucher, Leontius · zugeschrieben
Dating
1701

Iconography

Description

Vor einer perspektivisch verkürzten Säulenhalle mit angeschnittenem Bogen steht gross das volle Wappen des Stifters. Neben dem rollwerkgerahmten ovalen Wappenschild lagern Waffentrophäen, die aus Bannern mit den Kleeblättern des Familienwappens, aus Schilden, Kanonen mit Kugeln und Pulverfässern gebildet sind. Im Fussteil liegt zwischen roten, löwenkopfbesetzten Podesten die Stifterinschrift.

Iconclass Code
45L311 · trophy ~ battle, war
46A122(VON DER WEID) · armorial bearing, heraldry (VON DER WEID)
Iconclass Keywords
Heraldry

Wappen Von der Weid: In Schwarz mit goldenem Schildrand drei goldene Kleeblätter (2, 1); Helm: silbern mit goldenen Spangen, Beschlägen und goldener Kette; Helmdecke: schwarz und golden; Helmzier: über gold-schwarzem Wulst ein wachsender goldener Löwe mit einem Kleeblatt in der rechten Pranke.

Inscription

Stifterinschrift: Hr: Nicolaus Von Derweidt / Patritivs vnd Statt / Schreiber zu Frÿburg / 1701.

Signature

Keine

Technique / State

State of Conservation and Restorations

Erhaltung: Zahlreiche Notbleie und Sprünge. Die einzelnen Scherben doubliert, der Leim vergilbt.

Technique

Farbloses Glas. Bemalung mit Schwarzlot und Silbergelb in verschiedenen Farbstufen, Eisenrot sowie blauen und violetten Schmelzfarben.

History

Research

Niklaus Von der Weid wurde am 20.8.1648 als Sohn des Johann Rudolf Von der Weid und der Elisabeth von Vevey in Freiburg (vgl. FR_127) getauft. Er war Bruder des Simon Petermann Von der Weid (FR_155). Niklaus erhielt sein Bürgerrecht 1667, kam 1670 für das Auquartier in den Rat der Zweihundert, 1681 in den Rat der Sechzig und 1684 in die Heimliche Kammer. Er amtete 1675–1680 auch als Ratssschreiber und 1680 bis zu seinem Tod am 23.11.1731 als Stadtschreiber. Um 1674 heiratete er Maria Ursula Eleonora Alt, die wie ihre ältere Schwester Maria Anna (vgl. FR_166) eine Tochter des Mathematikers, Juristen und Ratsherren Tobie Protais Alt und der Anna Maria Odet von Bürglen war. Am 6.1.1651 geboren, starb sie 1732, ein Jahr später als ihr Ehemann. Das Museum für Kunst und Geschichte in Freiburg bewahrt zwei Porträts des Ehepaares (MAHF 2008-037 und 2008-038). Niklaus Von der Weid, der 1701 Stadtschreiber war, stiftete mit seiner Frau zwischen ca. 1680 und 1723 mehrere Allianzwappenscheiben, die sich in Freiburger Privatbesitz erhalten haben (FR_389, FR_408, FR_416). Das Bernische Historische Museum bewahrt zudem eine prächtige Wappenscheibe für das Ehepaar aus dem Jahr 1676, die vom Zuger Glasmaler Adam Zumbach (1651–1693) signiert ist. Sie soll aus Sachseln stammen, wo in diesem Jahr je eine Scheibe ins Beinhaus und in die Ranftkapelle gestiftet worden sein soll (BE_1618; Inv.-Nr. BHM 398. Foto SLM 9189. Wyss, Franz. Einige kritische Betrachtungen zur historischen Arbeit im Zuger Neujahrsblatt. In: Heimat=Klänge 20, 1940. S. 14; Lehmann. Zur Glasmalerei im Kanton Unterwalden. In: Innerschweizerisches Jahrbuch zur Heimatkunde. Bd. VI. 1941. S. 89; Bergmann 2014. Bd. 2. Abb. 198.1). Eine weitere Scheibe des stiftungsfreudigen Paares von 1682 befindet sich heute an einem unbekannten Standort (Bergmann 2014. Bd. 2. Abb. 408.1). Die in Freiburger Privatbesitz befindliche, nach gleichem Riss geschaffene Wappenscheibe seines Bruders Simon Peterman Von der Weid des gleichen Jahres 1701 (FR_404) stammt sicher aus demselben Stiftungszusammenhang an einen unbekannten Ort wie die vorliegende des Niklaus. Beide sind charakteristische Erzeugnisse des Glasmalers Leontius Bucher.

Dating
1701
Date of Receipt
2008
Original Donator

Von der Weid, Niklaus (1648–1731)

Donator / Vendor

Erbengemeinschaft Philippe und Joëlle Von der Weid, Freiburg.

Previous Location
Place of Manufacture
Owner

Musée d’art et d’histoire Fribourg (e-collection MAHF)

Previous Owner

Unbekannt. 2008 Schenkung aus Privatbesitz Philippe und Joëlle Von der Weid, Freiburg.

Inventory Number
MAHF 2008-020

Bibliography and Sources

Literature

Bergmann, Uta. Die Freiburger Glasmalerei des 16.–18. Jahrhunderts / Le vitrail fribourgeois du XVIe au XVIIIe siècle (Corpus vitrearum Schweiz, Reihe Neuzeit, Bd. 6 / époque moderne vol. 6). 2 Bde / vol. Bern et al. 2014. Bd. 2. Kat.-Nr. 198.

Vgl.

Amman, François-Nicolas. Extraits des Besatzungen 1448–1840 (Staatsarchiv Freiburg Rg 1). S. 74, 175, 255, 461, 465.

Historisch-Biographisches Lexikon der Schweiz (HBLS) VII, 1934. S. 297, Nr. 8.

Dictionnaire historique et biographique de la Suisse (DHBS) VII, 1933. S. 172, Nr. 8.

Wyss, Franz. Einige kritische Betrachtungen zur historischen Arbeit (von Fritz Wyss) im Zuger Neujahrsblatt. In: Heimatklänge 20, 1940, Nr. 2-6. S. 6-7, 10-11, 14-15, 18-19, 22-23.

Lehmann. Zur Glasmalerei im Kanton Unterwalden. In: Innerschweizerisches Jahrbuch zur Heimatkunde. Bd. VI. 1941. S. 82–99.

Von der Weid, Nicolas. Généalogie Von der Weid avec les alliés des dernières génerations. o. O. [Fribourg] 2001 (Typoskript im Staatsarchiv Freiburg Généalogies diverses 357) Tab. 3.

Foerster, Hubert. Liste alphabétique et chronologique des avoyers, baillis, bannerets, bourgmestres, conseillers, membres des 60 et des 200, péagers de la Singine, secrétaires du Conseil et trésoriers 1399–1798. Fribourg 2008. (Staatsarchiv Freiburg Rg 3). S. 201.

Von der Weid, Nicolas. Généalogie de la famille Von der Weid et alliés XIVe – XXe siècle. I. Histoire familiales. o. O. [Fribourg] 2011 (Typoskript im Staatsarchiv Freiburg Généalogies diverses 494.1) S. 102–103.

Diesbach de Belleroche, Benoît. Site génealogique et héraldique du canton de Fribourg: les familles du canton de Fribourg (SGHCF) URL: http://www.diesbach.com/sghcf/index/html (Alt am 3.4.2014).

Image Information

Name of Image
FR_Freiburg_MAHF_FR_198
Credits
© MAHF (Foto: Francesco Ragusa)
Copyright
© Musée d'art et d'histoire Fribourg (MAHF)

Inventory

Reference Number
FR_198
Author and Date of Entry
Uta Bergmann 2016

Linked Objects and Images

Linked Objects
Wappenscheibe Simon Petermann Von der Weid 1701
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