Image Ordered

BE_2346: Runde Wappenscheibe Lienhard Dyss
(BE_Scherzligen_bei_Thun_refK_DyssL)

Contact Details

Please specify your first name.
Please specify your name.
Please specify your e-mail address.
The e-mail address is invalid.

Please provide as much information as possible (publication title, database, publisher, edition, year of publication, etc.).

Should you have any questions, please send us an e-mail: info@vitrosearch.ch.

Please read and accept the terms of use.
Title

Runde Wappenscheibe Lienhard Dyss

Type of Object
Artist / Producer
Place of Manufacture
Dating
1570
Dimensions
⌀ 31.4 cm im Licht
Location
Place
s III, 2a
Inventory

Iconography

Description

Das Wappen von Lienhard Dyss begleitet ein vor bräunlichgelbem Spiralrankendamast auf Fliesenboden stehender Bär. In einen Halbharnisch gekleidet und mit einem Federbarett geschmückt, hält dieser in seiner rechten Vorderpranke eine Halbarte. Zudem ist er mit einem Schweizerdolch bewaffnet. Die Komposition umschliessen eine grüne Lorbeerranke sowie eine äussere blaue Rollwerkbordüre mit Kopfschmuck. Diese wird unten durch die Schriftrolle mit dem Stifternamen unterbrochen.

Iconclass Code
25F23(BEAR) · beasts of prey, predatory animals: bear
45C14(HALBERD) · helved weapons, polearms (for striking, hacking, thrusting): halberd
46A122 · armorial bearing, heraldry
Iconclass Keywords
Heraldry

Wappen Lienhard Dyss

Inscription

Lienhartt [Dÿs der Zÿtt] / Landtvogtt zů [Jnderlappen 1570] [in eckigen Klammern die ergänzten Teile].

Signature

Keine

Technique / State

State of Conservation and Restorations

Ein kleines Zwickelstück im Bärenkleid, die zwei unteren Gläser des grünen Lorbeerkranzes, die rechte Hälfte des Schriftbandes und das rechte Aussenstück der blauen Rollwerkbordüre neu ergänzt; drei alte Flickstücke in den Bordüren; einige Sprünge und Sprungbleie; die Verbleiung erneuert.

Technique

Farbloses und farbiges Glas; rotes Überfangglas mit rückseitigem Ausschliff; Bemalung mit Schwarzlot und Silbergelb.

History

Research

Die Stiftungen Berns und des Landvogts Dyss erfolgten anlässlich des Kirchenumbaues von 1570. In den Amtsrechnungen Interlakens von 1570 sind zwei Scheibenstiftungen in die Kirche Scherzligen vermerkt: "Ittem umb 2 Wappen inn die Fennster an Pfn. 51.13.4." (Staatsarchiv Bern, Amtsrechnungen Interlaken 1570; Auszüge von Dr. Marti-Wehren [Kopien im Vitrocentre Romont]). Dabei dürfte es sich um die beiden noch an Ort erhaltenen Scheiben des Standes und Landvogts handeln. Diese zwei Werke stammen sicher von der gleichen unbekannten Glasmalerhand (s. Scheibe Bern). Lienhard Dyss († 1577) wurde 1541 Grossrat in Bern und 1558 Landvogt von Frienisberg. 1565–1570 amtete er als Landvogt in Interlaken. Er war auch Stubenmeister der Pfisternzunft in Bern. Dyss war in erster Ehe mit Anna Kraft (†vor 1554) und in zweiter Ehe mit Anna Hämmerli verheiratet (Kessel 2015; Burgerbibliothek Bern, Stubenmeisterrechnung 1565) Von der Scheibe existiert eine Pause in dunkelbrauner Feder von Hans Drenckhahn vom 4. Oktober 1911 in dessen Nachlass im Vitrocentre Romont (Mappe 561). Sie ist bezeichnet "Kirche Scherzligen gepaust 4. Okt. 1911". Die Rahmung auf der rechten Hälfte ist darauf nicht ausgeführt.

Dating
1570
Original Donator

Dyss, Lienhard († 1577), Landvogt

Place of Manufacture
Owner

Kirchgemeinde Scherzligen. Die Unterhaltspflicht der zwei 1909 im Chor befindlichen Glasgemälde damals vom Staat Bern zusammen mit dem Chor an die Kirchgemeinde abgetreten (nach dem am 1. April 1940 überarbeiteten Verzeichnis der Glasgemälde in den Kirchenchören des Kantons Bern, erstellt 1936 von B. von Rodt; Staatsarchiv Bern, Inv. BB 05.7.343).

Bibliography and Sources

Literature

Carl Friedrich Ludwig Lohner, Die reformierten Kirchen und ihre Vorsteher im eidgenössischen Freistaate Bern, nebst den vormaligen Klöstern, Thun, o. J. [1864–67], S. 285.

Johann Rudolf Rahn, Zur Statistik schweiz. Kunstdenkmäler. IV. Canton Bern, in: Anzeiger für Schweizerische Altertumskunde, Januar 1882, Nr. 1, S. 249.

Franz Thormann/Wolfgang Friedrich von Mülinen, Die Glasgemälde der bernischen Kirchen, Bern o. J. [1896], S. 84.

Heinrich Oidtmann, Geschichte der Schweizer Glasmalerei, Leipzig 1905, S. 248.

Max Grütter, Die Kirche von Scherzligen und ihre Wandmalereien, in: Anzeiger für Schweizerische Altertumskunde NF 30/1928, S. 46.

Michael Dähler, Die Kirche Scherzligen Thun (Schweiz. Kunstführer), Bern 2004, S. 37 (Abb.).

Vgl.

P. Kessel, Berner Geschlechter, 2015 [URL: http://www.bernergeschlechter.ch/humo-gen/family.php?database=humo_&id=F33560&main_person=I89186; 17.11.2015].

Burgerbibliothek Bern, ZA Pfistern 891 (20) Stubenmeister-Rechnung 1565 [URL: http://katalog.burgerbib.ch/detail.aspx?ID=85084; 17.11.2015].

References to Additional Images

SNM Zürich, Neg. 8353 (Joseph Gösler), 8354

Image Information

Name of Image
BE_Scherzligen_bei_Thun_refK_DyssL
Credits
© Vitrocentre Romont
Date
2015
Copyright
© Reformierte Gesamtkirchgemeinde Thun

Inventory

Reference Number
BE_2346
Author and Date of Entry
Rolf Hasler ; Sarah Keller ; Uta Bergmann 2016

Linked Objects and Images

Additional Images
Schema
Version 1.3.1 Objects | Artists | Studios | Buildings / Institutions | Iconclass Codes