Der Scheibenriss ist eine Kopie einer heute verschollenen Vorlage Tobias Stimmers. Darauf weist eine weitere Zeichnung mit identischem Mittelbild hin, die sich heute im Victoria & Albert Museum in London befindet (Inv. E. 523-1911). Auf dieser Kopie hat der Zeichner, Hieronymus Vischer, nicht nur sein Monogramm festgehalten, sondern auch dasjenige des Urhebers der Vorlage: TS für Tobias Stimmer. Der von Vischer 1589 gezeichnete Scheibenriss zeigt, im Gegensatz zum vorliegenden, auch den Wappenkranz, der die Szene umfasst. Die heute nicht mehr existierende Vorlage Stimmers datiert Landolt (1985, S. 115) aus stilistischen Gründen auf um 1562. Sie vergleicht hierfür den Scheibenriss Vischers mit dem 1562 entstandenen Scheibenriss Stimmers mit einer Szene aus der Aesop-Fabel vom Vater Sciluros, der seine Söhne zur Eintracht ermahnt (Berlin Staatliche Kunstbibliothek, Inv. 881 815) (Tobias Stimmer, 1984, S. 416–418). Neben der ähnlichen diagonalen Komposition seien Übereinstimmungen in der Modellierung mittels Parallelschraffuren und in der Wiedergabe der Kleidung erkennbar. Diese Merkmale finden sich auch im vorliegenden Scheibenriss wieder, wobei festgehalten werden muss, dass insbesondere bei Kopien eine Zuschreibung an einen Zeichner schwierig ist, da stilistische Eigenheiten teilweise vom Urheber der Vorlage übernommen wurden und daher nicht zwingend auf den Kopisten hinweisen. Weiter ist zu beachten, dass der vorliegende Riss sowohl eine Nachzeichnung von Stimmers Vorlage als auch von Vischers Kopie sein könnte. Von der Forschung (Hasler, 2019, S. 85) wird der Riss um 1590 angesetzt, also später als Vischers Kopie.
Als Urheber in Frage käme der aus Lachen stammende Glasmaler Hans oder Johannes Schwyter, der in der Beischrift über der Kartusche genannt wird. Über diesen Glasmaler ist kaum etwas bekannt (Hasler, 2019, S. 84), insbesondere sind keine Scheibenrisse von seiner Hand überliefert. Im Stadtmuseum Rapperswil-Jona wird eine mit J.S. monogrammierte Wappenscheibe Heinrich Göldi und Anna Schiesserin aufbewahrt, die ihm aufgrund des Monogramms zugewiesen wird (Wyss, 1946, S. 85; Anderes, 1966, S. 469). Ob er identisch ist mit dem in den Stadtrechnungen von Schaffhausen erwähnten Glasmaler Hans Schwyzer, der 1573 für eine Wappenscheibe bezahlt wird, ist ungeklärt (Hasler, 2010, S. 136; Reuter, 1933, S. 43). Der Name Schwyters ist im Scheibenriss in brauner Tinte hinzugefügt worden und unterscheidet sich dadurch von der mit schwarzer Tinte gezeichneten Szene darunter. Dies ist ein Hinweis darauf, dass die Beischrift ein späterer Zusatz sein könnte. Nicht auszuschliessen ist auch, dass es sich hierbei um einen Eigentumsvermerk handeln könnte. Die Zuweisung des Scheibenrisses an Schwyter als Zeichner ist daher unsicher.
Tobias Stimmer gestaltete bereits für Johann Fischarts Bilderbibel von 1576 einen Holzschnitt mit der Szene des Baal-Opfers (Stimmer & Fischart, 1576, [S. 103, III. Reg. XVIII]). Wie Hasler (2019, S. 84, 95) herausgearbeitet hat, wird die Szene dort als Glaubensprobe gedeutet. Durch ein Feueropfer wollte der Prophet Elijas das dem Baal-Kult verfallene Volk wieder zum rechten Glauben zurückführen. Dies gelang ihm, weil nur sein Opfer auf dem Altar, im Gegensatz dem auf dem Baal-Altar, durch Gotteshand in Flammen aufging. Hasler stellt die Darstellung der Glaubensprobe des Propheten Elijas in den Zusammenhang reformatorischer Propagandamotive gegen den katholischen Glauben und führt weitere Beispiele aus der Glasmalerei an. In diesem Sinne ist nach Hasler das Motiv des Baal-Opfers und des Baal-Kults als Kritik am katholischen Bilderkult und am Messopfer zu lesen.