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BE_2270: Riss zu Stadtscheibe Lausanne
(ZH_Zuerich_SNM_BE_2270)

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Titel

Riss zu Stadtscheibe Lausanne

Art des Objekts
Masse
40.9 x 31.2 cm
Künstler:in / Hersteller:in
Datierung
1625
Standort
Inventarnummer
LM 25606
Forschungsprojekt
Autor:in und Datum des Eintrags
Marion Gartenmeister 2023

Ikonografie

Beschreibung

Im Zentrum präsentieren zwei Löwen die Wappenpyramide Lausanne-Reich. Die Löwen setzen jeweils einen Fuss auf den Schild und lassen ihre Zunge aus dem Maul hängen. Über dem Reichswappen schwebt die Reichskrone. Die Wappenpyramide wird von einem Vorhang hinterfangen. Die zwei Löwen als Schildhalter stehen auf einem gefliesten Boden in einer antikisierenden Pilasterhalle, die sich zentralperspektivisch weit in den Bildraum öffnet. Der Boden der Halle ist wie eine Bühne erhöht, davor ist in einer Nische die Inschriftenkartusche eingefügt. Sie wird auf den Seiten von zwei Engelkindern mit Füllhörnern begleitet.
Die Rahmenarchitektur und die Inschriftenkartusche sind lediglich auf der linken Blatthälfte ausgeführt. Auf der rechten Seite ist der Verlauf der Bleie eingezeichnet.
Die Künstlersignatur ist zwischen den beiden unteren Wappen der Pyramide zu finden. In der rechten Hälfte der Kartusche hat Hans Rudolf Lando sein Monogramm hingeschrieben.
Auf der Rückseite wurde mit Bleistift die Krone nachgezeichnet.

Iconclass Code
25FF23(LION) · Raubtiere: Löwe - FF - Fabeltiere
44A1(+4) · Wappen (als Staatssymbol etc.) (+ Stadt; Gemeinde)
44B194 · Wappen (als Symbol der obersten Gewalt)
44BB191 · Krone (als Symbol der obersten Gewalt) - BB - weiblicher Herrscher
Iconclass Stichworte
Heraldik

Wappen Lausanne

Inschrift

HG 1625 (zwischen den Wappenschilden in Schwarz)
HRL (auf der Rahmung der Kartusche in Hellbraun)
fCF64 (Besitzervermerk auf der Rückseite)

Signatur

HG

Materialien, Technik und Erhaltungszustand

Technik

Feder in Braun und Braunschwarz, grau laviert.

Erhaltungszustand und Restaurierungen

Kein Wasserzeichen.
Vertikal- und Horizontalknick, in der linken Blatthälfte Falte. Keine Randlinien. An allen Seiten gebräunter Rand.

Entstehungsgeschichte

Forschung

Hasler (1996/1997, Bd. 2, S. 63) verbindet den Scheibenriss mit einem Riss für eine Berner Standesscheibe in der Sammlung Wyss (Bernisches Historisches Museum BHM 20036.584, BE_2159), der ebenfalls 1625 von Hans Ganting gezeichnet wurde. Letzterer wurde wohl als Ersatz für eine frühere Scheibe angefertigt, darauf lässt die Jahreszahl der Inschrift schliessen, die sich von der Jahreszahl der Künstlersignatur unterscheidet. Der vorliegende Riss unterscheidet sich denn auch in der Rahmenarchitektur, dem Raumgefüge und den Wappenformen von dem Entwurf für die Berner Standesscheibe. Nach Hasler wäre es dennoch denkbar, dass beide Risse für eine gemeinsame Scheibenstiftung bestimmt gewesen sein könnten.
Beide Zeichnungen sind mit dem Monogramm HRL gekennzeichnet. Es handelt sich hierbei um den Eigentumsvermerk des Berner Glasmalers Hans Rudolf Lando (Gartenmeister, 2019, S 65).

Datierung
1625
Stifter:in

Lausanne, Stadt

Provenienz

Eigentümer:in

Schweizerisches Nationalmuseum

Vorbesitzer:in

Hans Rudolf Lando, Bern (1584–1646)

Vorbesitzer:in (strukturiert)
Von [Eingangsjahr unbekannt] bis 1646 (ca.): Lando, Hans Rudolf, Bern (Schweiz)

Bibliografie und Quellen

Literatur

Gartenmeister, M. (2019). "Erkauffdt durch mich HRLando", Der Glasmaler Hans Rudolf Lando als Sammler von Scheibenrissen. Zeitschrift für Schweizerische Archäologie und Kunstgeschichte, 76 (3), 51–74, https://doi.org/10.5169/seals-846965

Hasler, R. (1996/1997). Die Scheibenriss-Sammlung Wyss. Depositum der Schweizerischen Eidgenossenschaft im Bernischen Historischen Museum. Bern: Stämpfli und Cie AG.

Bildinformationen

Name des Bildes
ZH_Zuerich_SNM_BE_2270
Fotonachweise
Schweizerisches Nationalmuseum

Zitiervorschlag

Gartenmeister, M. (2023). Riss zu Stadtscheibe Lausanne. In Vitrosearch. Aufgerufen am 19. Oktober 2026 von https://vitrosearch.ch/objects/2722083.

Informationen zum Datensatz

Referenznummer
BE_2270