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TG_1006: Verkündigungsfenster
(TG_Dussnang_KatholischeMarienkircheMariaLourdes_TG_1006)

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Titel

Verkündigungsfenster

Art des Objekts
Künstler*in / Hersteller*in
Werkstatt / Atelier
Datierung
1890

Ikonografie

Beschreibung

Spitzbogenfenster im neugotischen Stil. In der Mitte des Fensters erscheint der Engel Gabriel der am Lespult knienden Maria. Darüber schwebt die Taube des heiligen Geistes. Links neben Maria steht eine Vase mit weissen Lilien. Zwei rahmende, schmale Stützen tragen die aus Wimpergen und Fialen gebildete Bekrönung. Im Sockelteil erscheint nochmals Gabriel mit dem Schriftband, daneben sind zwei Schilde mit der Jahreszahl 1890 angebracht (dieser Teil ist auf dem Foto verdeckt).

Iconclass Code
73A52 · die Verkündigung: Maria, die meistens liest, wird vom Engel Gabriel besucht (manchmal belauscht eine Frau die Unterhaltung)
Iconclass Stichworte
Inschrift

AVE MARIA GRATIA PLENA
ANNO / DOMINI / 1890.

Signatur

Karl Wehrli Zürich.III. (s III)

Technik / Zustand

Technik

Farbloses und farbiges Glas sowie rotes und violettes Überfangglas; Bemalung mit Schwarzlot, Braunlot, Silbergelb und Eisenrot.

Entstehungsgeschichte

Forschung

Nach einer zwischen 1923 und 1941 verfassten Chronik von Ferdinand Beerli, Pfarrer in Welfensberg, erhielt die 1889–90 erbaute Marienkirche von Dussnang zunächst schlichte Blankverglasungen mit farbigen Zierrahmen von Friedrich Berbig aus Zürich. Diese einfachen Verglasungen seien wenige Jahre später durch die noch heute vorhandenen figürlichen Glasmalereien von Karl Wehrli ersetzt worden (Beerli, Chronik, S. 5). Die Kirchrechnungen verzeichnen jedoch nur Zahlungen an Wehrli, und dies bereits in den Jahren 1890/91: “Fenster-und Glasmalerarbeit v. Wehrle Karl Zürich: Herr Glasmaler Karl Wehrli v. Zürich übernimmt die Lieferung u. Arbeiten sämtlicher Fenster an der Marienkirche Dussnang vide Vertrag um die Summe Total Fr. 2300.-.” (kath. Kirchgemeindearchiv Dussnang, 311.01 Kirchenbau-Buch 1888-1890, S. 15). Am 14. Mai 1891 erfolgt eine Zahlung an Wehrli von 2450.- Fr. Eines der Chorfenster, dasjenige mit der Verkündigung (TG_1006), trägt denn auch die Jahreszahl 1890.

Demnach ist die Darstellung Beerlis nicht korrekt und Wehrli erhielt von Anfang an den Auftrag für die figürlichen Chorfenster und die schlichten Blankverglasungen mit Schweizerrauten und farbigen Zierrahmungen des Schiffs. Sehr ähnliche Zierrahmungen setzte Wehrli 1878 in der evangelischen Kirche Wigoltingen ein. Da eines der Chorfenster, dasjenige mit der Darbringung des Christuskindes im Tempel (TG_1001), die Jahreszahl 1895 trägt, zog sich die Herstellung der Glasmalereien offenbar über einige Jahre hin.
Die Chorfenster zeigen (von links beginnend): Maria Immaculata und Mariae Geburt, die Darbringung Marias im Tempel, die Verkündigung, die Heimsuchung, Geburt Christi, Jesus im Tempel, Flucht nach Ägypten, der zwölfjährige Jesus im Tempel, die Hochzeit von Kana. Entsprechend dem Stil der Architektur der Kirche, wählte Wehrli eine neugotische Formensprache für die Glasmalereien.

Datierung
1890
Eigentümer*in

Kath. Kirchgemeinde Dussnang

Bibliografie und Quellen

Literatur

Beerli, F. [1923–1941]. Geschichtlicher Überblick über Gründung und Entstehung der neuen Marienkirche u. des Kurhauses Dussnang. Ms. Kath. Kirchgemeindearchiv Dussnang, 331.02.

Brühwiler-Krapf, H. (1992). 100 Jahre katholische Kirche Dussnang. Festschrift. Dussnang: Katholische Kirchgemeinde.

Kaufmann, K. (2022). Revival und Stilpluralismus – Sakrale und profane Glasmalereien im Thurgau 1865–1930. In Amt für Denkmalpflege des Kantons Thurgau (Hrsg.), Glasmalereien am Bau im Thurgau (im Druck). Denkmalpflege im Thurgau 23. Basel: Schwabe.

Schildknecht, B. (1987). Die Kirchen von Dussnang und Oberwangen TG (Schweizerische Kunstführer). Bern: Gesellschaft für Schweizerische Kunstgeschichte.

Bildinformationen

Name des Bildes
TG_Dussnang_KatholischeMarienkircheMariaLourdes_TG_1006
Fotonachweise
© Vitrocentre Romont (Foto: Hans Fischer)
Aufnahmedatum
2020
Eigentümer*in

Kath. Kirchgemeinde Dussnang

Inventar

Referenznummer
TG_1006
Autor*in und Datum des Eintrags
Eva Scheiwiller-Lorber 2016; Sarah Keller 2020