Image Ordered

BE_2229: Riss zu Wappenscheibe Stadt Greyerz
(BS_Basel_Kunstmuseum_BE_2229)

Contact Details

Please specify your first name.
Please specify your name.
Please specify your e-mail address.
The e-mail address is invalid.

Please provide as much information as possible (publication title, database, publisher, edition, year of publication, etc.).

The Vitrocentre Romont can only provide you with its own photographs. We regret that we cannot supply images from third parties to you. If your order concerns photographs from third parties, we will send you the contact address from which the images can be obtained.

The personal data you provide in this form will be used by Vitrocentre Romont exclusively for the processing of your image order. Correspondence regarding the order will be archived for internal reference. The data will not be used for purposes other than those listed here, nor will it be passed on to third parties. By sending the order form, you agree to this use of your personal data.

Should you have any questions, please send us an e-mail: [email protected].

Title

Riss zu Wappenscheibe Stadt Greyerz

Type of Object
Dimensions
38.8 x 31.7 cm
Artist / Producer
Kallenberg, Jakob · zugeschrieben
Dating
1539
Location
Inventory Number
1909.36
Research Project
Author and Date of Entry
Marion Gartenmeister 2023

Iconography

Description

Drei vor einem Podest stehende Bären halten zwei Wappen der Stadt Greyerz. Der mittlere trägt ein Kettenhemd und einen Schweizerdolch, die beiden äusseren halten neben dem Dolch ein Schriftband, auf dem in der Mitte die Jahreszahl 1539 eingefügt ist. Hinter ihnen erhebt sich über dem Podest ein Rundbogen mit vorgestellten Säulen. Die Zwickel schmücken zwei antikisierende Porträtmedaillons. Unter dem Rundbogen stehen links ein Halbartier mit der Halbarte und rechts ein Büchsenschütze, der das Gewehr am Lauf hält. Im Hintergrund öffnet sich der Blick in eine weite Landschaft mit einer Burg in der Mitte.
Mittels Lavierung wird nicht nur die architektonische Anordnung räumlich betont, sondern auch die Figuren werden körperlich erfasst. Die Wappen und die Bären sowie einzelne Stellen der Landschaft sind zusätzlich farblich hervorgehoben.
Unterhalb des rechten Schildes findet sich der Eigentumsvermerk von Hans Rudolf Lando.

Iconclass Code
44A1(+4) · coat of arms (as symbol of the state, etc.) (+ city; municipal)
45C14(HALBERD) · helved weapons, polearms (for striking, hacking, thrusting): halberd
45C16(RIFLE) · firearms: rifle
46A122(GRUYERE) · armorial bearing, heraldry (GRUYERE)
Iconclass Keywords
Heraldry

Wappen Greyerz: in Rot ein silberner Kranich

Inscription

HRLando 1605 (in Hellbraun unterhalb des linken Schildes)
Erkauffdt von Ludwig Koch durch mit HRLando 1605 Jars (verso)

Signature

keine

Materials, Technique and State of Preservation

Technique

Feder in Schwarz, grau laviert, blau, rotbraun, braun aquarelliert.

State of Preservations and Restorations

Wasserzeichen nicht bestimmt.
Vertikal- und Horizontalknick.
Oben entlang den Konturen des Bogens beschnitten, auf allen Seiten bis zur Randlinie beschnitten. Untere linke Ecke ausgebrochen. Fleckig. Grössere Fleck auf der linken und rechten Seite in der Mitte.

History

Research

Die beiden Schilde mit dem Kranich stehen für die Stadt Greyerz, deren Wappen den Vogel auf rotem Grund zeigt. Die blaue Farbe der Schilde ist nicht durchgehend und wohl eher als stilistisches Element zum Erzeugen von Volumen und Schatten und weniger als heraldische Angabe zu deuten. Wie Uta Bergmann (2014, 1. Bd. S. 88) hervorhebt, handelt es sich bei der Präsentation des Wappens durch drei Bären wohl um eine von Bern geprägte Ikonographie, da das Wappen Greyerz üblicherweise von zwei Wilden Männern gehalten wird, wie zum Beispiel auf der Hermann Jost zugeschriebenen Stadtscheibe von 1667 im Museum für Kunst und Geschichte Fribourg (MAHF 3449, FR_152) oder auf der Wappenscheibe des letzten Grafen von Greyerz Michel de Gruyères von 1543 (MAHF 3454, FR_41).
Der Scheibenriss wurde von der frühen Forschung dem Meister der Bärenputten zugeschrieben (Ganz, 1909, S. 6). Rolf Hasler (1996/1997, 1. Bd. S. 155–162) hat den Meister der Bärenputten erstmals mit dem Berner Glasmaler Jakob Kallenberg in Verbindung gebracht. Die Bärenfiguren, die farbige Aquarellierung sowie die kunstvoll gestalteten Schildformen finden sich auch auf weiteren Kallenberg zugewiesenen Scheibenrissen, wie beispielsweise auf dem für eine Wappenscheibe Peter im Hag in der Sammlung Wyss des Bernischen Historischen Museums (BHM 20036.81, vgl. Hasler, 1996/1997, 1. Bd. S. 162–163). Ein wappenlos gebliebener Entwurf in der Staatlichen Graphischen Sammlung in München (Inv. 33203Z; Riether, 2024, S. 87–90), der Kallenberg zugeschrieben wird, zeigt eine vergleichbare zierliche Landschaft und einen ähnlichen Aufbau.
Neben dem hier vorliegenden Scheibenriss besass Hans Rudolf Lando einen weiteren Entwurf Jakob Kallenbergs, der sich heute in der Sammlung Wyss im Historischen Museum Bern befindet (Inv. Nr. 20036.26, BE_1890). Beide Risse kaufte Lando 1905 bei seinem Berner Kollegen Ludwig Koch (vgl. Gartenmeister, 2019, S. 56).

Dating
1539
Commissioner

Greyerz, Stadt

Provenance

Owner

Kunstmuseum Basel, Kupferstichkabinett

Previous Owner

Bis 1605 Ludwig Koch, Bern (1577 – vor 1613) · ab 1605 Hans Rudolf Lando, Bern (1584–1646) · bis 1908 Obach & Cie, London · ab 1909 im Kupferstichkabinett des Kunstmuseums Basel

Previous Owner (structured)
From [year of reception unknown] until 1605: Koch, Ludwig, Bern (Switzerland)
From 1605 until 1646 (c.): Lando, Hans Rudolf, Bern (Switzerland)

Bibliography and Sources

Literature

Bergmann, U. (2014). Die Freiburger Glasmalerei des 16. bis 18. Jahrhunderts, Bern: Peter Lang.

Ganz, P. (1909). 62. Jahresbericht. Jahresbericht der Öffentlichen Kunstsammlung in Basel, Neue Folge Bd. VI. Basel Birkhäuser.

Gartenmeister, M. (2019). "Erkauffdt durch mich HRLando", Der Glasmaler Hans Rudolf Lando als Sammler von Scheibenrissen. Zeitschrift für Schweizerische Archäologie und Kunstgeschichte, 76 (3), 51–74, https://doi.org/10.5169/seals-846965

Hasler, R. (1996/1997). Die Scheibenriss-Sammlung Wyss. Depositum der Schweizerischen Eidgenossenschaft im Bernischen Historischen Museum. Bern: Stämpfli und Cie AG.

Hasler, R. & Keller, S. (2016). Runde Wappenscheibe Peter von Graffenried. In vitrosearch. Aufgerufen von: https://www.vitrosearch.ch/de/objects/2252018

Riether, A. (2024). Schweizer Scheibenrisse von der Renaissance bis zu Frühbarock. Der Münchner Bestand. Petersberg: Michael Imhof Verlag.

Image Information

Name of Image
BS_Basel_Kunstmuseum_BE_2229
Credits
Kunstmuseum Basel
Link to the original photo
Copyright
Public Domain

Citation suggestion

Gartenmeister, M. (2023). Riss zu Wappenscheibe Stadt Greyerz. In Vitrosearch. Retrieved October 19, 2026 from https://vitrosearch.ch/objects/2722079.

Record Information

Reference Number
BE_2229