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SZ_7: Bildscheibe Georg Reding und Dorothea Trachsler
(SZ_Schwyz_HausReding_SZ_7)

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Title

Bildscheibe Georg Reding und Dorothea Trachsler mit der Mondsichelmadonna

Type of Object
Artist / Producer
Dating
1535
Dimensions
38.3 x 30.5 cm im Licht

Iconography

Description

In einem Renaissance-Arkadenrahmen die auf der Mondsichel stehende Himmelskönigin Maria mit dem Jesuskind. Zu ihren Füssen kniet auf einem Podest das Stifterehepaar, begleitet von den Familienwappen. Unten Stifterinschrift. Im Oberbild die Namenspatrone der Stifter: der hl. Georg beim Drachenkampf (links) und die betende hl. Dorothea (rechts).

Iconclass Code
11F4132 · Madonna on the crescent of the moon (sometimes called Queen of Heaven) (in mandorla)
11H(DOROTHEA) · male saints (DOROTHEA)
46A122(REDING) · armorial bearing, heraldry (REDING)
46A122(TRACHSLER) · armorial bearing, heraldry (TRACHSLER)
Iconclass Keywords
Inscription

JORG REDIG 153[5]

Signature

keine

Technique / State

State of Conservation and Restorations

Das obere Stück der rechten Säule sowie ein Zwickel in der linken Säule ergänzt. Sprünge und Sprungbleie, die Verbleiung erneuert.

Restaurierung: 1977 Urs Wohlgemuth, Bettwil

Technique

Farbloses und farbiges Glas, rotes Überfangglas mit rückseitigem Ausschliff, Bemalung mit Schwarzlot, Silbergelb.

History

Research

Georg Reding (um 1500–1583), Sohn des Heinrich und der Verena am Ort, war der Stammvater der Reding von Schwyz. Er amtete 1525 als (Unter-?)Vogt in den Höfen (Staatsarchiv Schwyz, PA 23, Slg. Reding, A.1.1, Nr. 26), 1540–46 als dortiger Obervogt und 1552–1556 als Schwyzer Landammann. In Schwyz soll er das Haus Bethlehem umgebaut haben (Hegner 1966, S. 22), und 1583 wurde er in der Familienkapelle in Oberarth begraben (Auf der Maur, 2010). 1535 heiratete er Dorothea Trachsler aus Nidwalden.

Aus ikonografischen Gründen dürfte die von Georg Reding und seiner Frau Dorothea Trachsler von Nidwalden kurz nach den Reformationswirren in Auftrag gegebene Bildscheibe mit der stehenden Mondsichelmadonna für einen Sakralbau bestimmt gewesen sein. In spätmittelalterlicher Tradition liess sich das jugendlich wirkende Paar zu Füssen Marias in fromm betender Haltung und in kleinerem Massstab darstellen, er in gelber Landsknechtenkleidung, sie in einem kostbaren roten Gewand. Im Jahr der Eheschliessung 1535 soll das Ehepaar diese Scheibe in den spätgotischen Vorgängerbau der heutigen Barockkapelle St. Georg in Arth gestiftet haben (Styger, 1936, S. 47). Als ursprünglicher Bestimmungsort ist allerdings die 1516 geweihte Reding-Kapelle in Oberarth ebenso wahrscheinlich. Darauf weist nicht zuletzt die Darstellung der gekrönten Mondsichelmadonna, der Patronin der Oberarther Marienkapelle. Obwohl die sakrale Ikonografie dagegen spricht, käme allenfalls auch das Haus zum Thürli (Gotthardstrasse 31a) in Oberarth in Frage (Hegner, 1966, S. 21). Dieses liess der frisch vermählte Georg Reding nämlich 1535, im Jahr der Scheibenstiftung also, als zukünftigen Wohnsitz erbauen.

Hans Lehmann (1941, S. 60) weist die Scheibe dem Luzerner Glasmaler Anton Schiterberg zu. Da von diesem keine gesicherten Werke vorliegen, erweist sich seine Zuschreibung jedoch als völlig unsicher. Vermutlich entstand die Scheibe aber in der Innerschweiz.

Die Scheibe wird genannt in: Gedenkblätter, 1896, S. 65–66. Messikommer, 1911, Nr. 33. Birchler, 1930, S. 148, 598, Nr. 1, Abb. 396. Styger, 1936, S. 47. Lehmann, 1941, S. 60, Abb. 77 [1522]. Hegner, 1966, S. 20, 122. Meyer, 1978, S. 365, Nr. 1, Abb. 380. Hasler et al., 2020, S. 29, 64, 82.

Dating
1535
Original Donator

Reding, Georg (um 1500–1583) · Trachsler, Dorothea

Previous Location
Owner

Privatbesitz

Previous Owner

1535– angeblich Kapelle St. Georg, Arth; Antiquarische Sammlung der Stadt Zug; –1894 Frau Bossard-Zürcher, im Hof, Zug; seit 1894 Reding-Haus an der Schmiedgasse, Schwyz (Ankauf Rudolf von Reding)

Bibliography and Sources

Literature

Auf der Maur, F. (2010). Georg Reding. Historisches Lexikon der Schweiz. Abgerufen von https://hls-dhs-dss.ch/de/articles/019012/2010-08-05/

Birchler, L. (1930). Die Kunstdenkmäler des Kantons Schwyz. Bd. 2: Gersau, Küssnacht und Schwyz. Basel: Birkhäuser.

Gedenkblätter aus der Geschichte der Pfarrei Arth mit einem Anhange über die Restauration der Pfarrkirche (1896). Zürich: Orell Füssli.

Hasler, R., Landolt, O., Michel, A., von Reding, N. & Tomaschett, M. (2020). Formen der Selbstrepräsentation: Die Glasscheibensammlung im Reding-Haus an der Schmiedgasse in Schwyz. Schwyzer Hefte, 112. Schwyz, Schweiz: Verlag Schwyzer Hefte.

Hegner, B. (1966). Rudolf von Reding 1539–1609. Offizier, Staatsmann und Gesandter. In Mitteilungen des Historischen Vereins des Kantons Schwyz 59, S. 3–126.

Lehmann, H. (1941). Geschichte der Luzerner Glasmalerei von den Anfängen bis zu Beginn des 18. Jahrhunderts. Luzern: Keller & Co. AG.

Messikommer, H. (1911). Eingebleite Glasscheiben [im Reding-Haus an der Schmiedgasse]. 3.12.1911, Fama von Reding, Familienarchiv Haus Reding Schwyz.

Meyer, A. (1978). Die Kunstdenkmäler des Kantons Schwyz. Neue Ausgabe Bd. I: Der Bezirk Schwyz. I. Der Flecken Schwyz und das übrige Gemeindegebiet. Die Kunstdenkmäler der Schweiz. Basel: Birkhäuser Verlag.

Styger, M. (1936). Wappenbuch des Kantons Schwyz. Genf: Roto-Sadag A.-G.

References to Additional Images

Eidgenössisches Archiv für Denkmalpflege, EAD-19665; Schweizerisches Nationalmuseum Zürich, Foto 19918 (1907)

Image Information

Name of Image
SZ_Schwyz_HausReding_SZ_7
Credits
© Georg Sidler, Schwyz
Date
2019
Copyright
© Rechteinhaber

Inventory

Reference Number
SZ_7
Author and Date of Entry
Rolf Hasler ; Sarah Keller ; Michael Tomaschett 2020
Version 1.3.1 Objects | Artists | Studios | Buildings / Institutions | Iconclass Codes