Image Ordered

BE_318: Standesscheibe Bern
(BE_Oberhofen_Hilterfingen_refK_Bern)

Contact Details

Please specify your first name.
Please specify your name.
Please specify your e-mail address.
The e-mail address is invalid.

Please provide as much information as possible (publication title, database, publisher, edition, year of publication, etc.).

Should you have any questions, please send us an e-mail: info@vitrosearch.ch.

Please read and accept the terms of use.
Title

Standesscheibe Bern

Type of Object
Artist / Producer
Güder, Hans Jakob · zugeschr.
Fueter, Andreas · durch Quelle gesichert
Dating
1689 / 1727
Dimensions
50 x 36.4 cm im Licht

Iconography

Description

Das in ovale Rollwerkkartuschen gesetzte Schildpaar mit dem Berner Wappen steht vor einem Sockelvorsprung mit dem Stiftungsjahr. Als Schildwächter dienen zwei auf dem Podium stehende Löwen mit Zepter bzw. Schwert in den Vorderpranken. Sie halten über den Schilden gemeinsam eine Krone empor. Dahinter erhebt sich vor blauem Grund eine mehrfarbige dreiachsige Rahmenarchitektur. Ihre zentrale Öffnung bekrönt ein violetter Rundbogen, von dem ein Fruchtbouquet herabhängt. Dieser fusst auf dem perspektivisch verkürzten Gebälk, das aussen von Säulen und innen von Pfeilern gestützt wird.

Iconclass Code
25F23(LION) · beasts of prey, predatory animals: lion
46A122 · armorial bearing, heraldry
Iconclass Keywords
Heraldry

Wappen Bern

Inscription

1727.

Signature

Keine

Technique / State

State of Conservation and Restorations

Das Glas mit der Jahreszahl wurde 1727 von Andreas Fueter ergänzt. Ob auch der heraldisch linke Bernschild von Fueter erneuert wurde, ist unsicher (es dürfte sich eher um eine neuzeitliche Ergänzung handeln); einige winzige Sprünge und mehrere Sprungbleie; die Verbleiung erneuert.

Restaurierungen 1727 Restaurierung durch Andreas Fueter, Bern. 1974 Konrad Vetter, Bern (Inschrift in Fenster s II/s III: Verglasungen und Restaurationen Glasmalerei K. Vetter Bern 1974). Bei einzelnen Scheiben Korrosionsschäden an der Bemalung erkennbar, vermutlich verursacht durch Belüftungsmangel.

Technique

Farbloses Glas; Bemalung mit Schwarzlot, Silbergelb, Eisenrot sowie hellblauer, grüner und violetter Schmelzfarbe.

History

Research

Aus Anlass des Kirchenneubaus im Jahr 1727 stifteten der Stand Bern sowie seine Venner, der Seckelmeister und weitere Amtmänner Fenster und Wappen. Dies belegt auch die Seckelmeisterrechnung von 1728, laut der dem Glasmaler Andreas Fueter 184 Pfund für die Wappenscheiben in die Kirchen von Herzogenbuchsee und Hilterfingen ausbezahlt wurden: "Dem Glaasmahler Fueter für Mrghhrn. Ehrenwaapen wie auch Mrhhrn. Teutsch Seckelmeister und Venneren in die Kirchen zu Herzogenbuchsee, und Hilterfingen zalt An d 184 lb" (Keller-Ris 1915). Ein Vergleich der Standesscheibe in Hilterfingen mit Fueters Bernscheiben in den Kirchen von Frutigen und Herzogenbuchsee zeigt jedoch, dass die vorliegende kaum von diesem Meister stammen kann. Sie stimmt statt dessen mit Hans Jakob Güders († 1691) Bernscheiben von 1675 in der Kirche Leissigen und von 1678 in der Kirche von Hasle überein. Tatsächlich findet sich noch heute in Hilterfingen eine zweite in Grösse und Komposition analoge Scheibe aus der Hand Güders, die im Jahr 1689 von Johann Rudolf Tillier gestiftet wurde. Es liegt daher nahe, dass auch die Berner Standesscheibe in diesem Jahr von Güder gefertigt worden ist und von Andreas Fueter 1727 lediglich geflickt oder aufgrund der erneuten Fensterstiftung zum damaligen Neubau mit dem neuen Stiftungsdatum aktualisiert wurde. Einen analogen Fall bietet offenbar die 1709 datierte Bernscheibe in der Kirche Münsingen.

Dating
1689 / 1727
Period
1689 – 1727
Original Donator

Bern, Stand

Place of Manufacture
Owner

Seit 1984 Kirchgemeinde Hilterfingen (laut Gebrauchsleihevertrag mit dem Kanton Bern vom 25.1.1984).

Previous Owner

Staat Bern

Bibliography and Sources

Literature

Carl Friedrich Ludwig Lohner, Die reformierten Kirchen und ihre Vorsteher im eidgenössischen Freistaate Bern, nebst den vormaligen Klöstern, Thun, o. J. [1864–67], S. 230.

Johann Rudolf Rahn, Zur Statistik schweizerischer Kunstdenkmäler. IV. Canton Bern, in Anzeiger für Schweizerische Altertumskunde, Januar 1882, Nr. 1, S. 240.

Franz Thormann/Wolfgang Friedrich von Mülinen, Die Glasgemälde der bernischen Kirchen, Bern 1896, S. 49f., 66f.

Heinrich Oidtmann, Geschichte der Schweizer Glasmalerei, Leipzig 1905, S. 248.

Max Haller, Die St. Andreaskirche in Hilterfingen, in: Blätter für bernische Geschichte, Kunst und Altertumskunde 1/1905/Heft 2, S. 79–83.

J. Keller-Ris, Die Fenster- und Wappenschenkungen des Staates Bern von 1540 bis 1797, in: Anzeiger für Schweizerische Altertumskunde NF 17/1915, S. 170.

Elisabeth Pistor-Frey, Bekanntes und Unbekanntes von Oberhofen und Hilterfingen, in: Berner Zeitschrift für Geschichte und Heimatkunde, 1952, Heft 4, S. 178.

Robert Ganz, Hilterfingen und Hünibach. Eine Gegenwart – zwei Vergangenheiten (Berner Heimatbücher 144), Bern/Stuttgart/Wien 2002, S. 145 (hier als Stiftung von 1727 bezeichnet).

References to Additional Images

Staatsarchiv Bern, Privatnachlass Howald P 132 (Scheibenfotos 1974, color Neg.); Denkmalpflege Kt. Bern, Neg. 29629 (Neg. Nr. 17, alte Aufnahme), Neg. Howald 07042 (Jahr 1973), Neg. Hesse A 124; SNM Zürich, Neg. 12736 (Andreas Fueter, diese Scheibe im Chor)

Image Information

Name of Image
BE_Oberhofen_Hilterfingen_refK_Bern
Credits
© Vitrocentre Romont
Date
2015
Copyright
© Kirchgemeinde Hilterfingen

Inventory

Reference Number
BE_318
Author and Date of Entry
Rolf Hasler ; Sarah Keller ; Uta Bergmann 2016

Linked Objects and Images

Additional Images
Schema
Version 1.2 Objects | Artists | Studios | Buildings / Institutions