Image Ordered

BE_6745: Wappenscheibe Christoph Fellenberg und Kaspar Kohler (Koller)
(BE_Holligen_Schloss_Fellenberg)

Contact Details

Please specify your first name.
Please specify your name.
Please specify your e-mail address.
The e-mail address is invalid.

Please provide as much information as possible (publication title, database, publisher, edition, year of publication, etc.).

Should you have any questions, please send us an e-mail: info@vitrosearch.ch.

Please read and accept the terms of use.
Title

Wappenscheibe Christoph Fellenberg und Kaspar Kohler (Koller)

Type of Object
Artist / Producer
Sybold, Abraham · zugeschr.
Dating
1633
Dimensions
29.8 x 20.4 cm im Licht
Location
Place
Hauptsaal
Inventory

Iconography

Description

Die Vollwappen Christoph Fellenbergs und Kaspar Kohlers befinden sich vor farblosem Grund über der Schrifttafel, welche die Stirnseite des gefliesten Podiums ziert. Auf diesem erhebt sich hinter den Wappenschilden eine zweiachsige Rahmenarchitektur. Sie besteht aus verschiedenfarbigen Säulen und Pfeilern und einem zurückfluchtenden roten Gebälk, auf dem zwei Fruchtschalen stehen.

Iconclass Code
46A122 · armorial bearing, heraldry
Iconclass Keywords
Heraldry

Wappen Christoph Fellenberg, Kaspar Kohler

Inscription

Hr. Christoffel Fellenberg diβer Zÿtt / deβ kleinen Rhaths. vnd Hr. Caspar Koller: / Buwherr Von Burgeren. der Statt Bernn: 1633:

Signature

Keine

Technique / State

State of Conservation and Restorations

Der Wappenschild Koller (Kohler) und ein kleines Zwickelstück unten in der Inschrift neu ergänzt; ein kleines altes Flickstück am rechten Rand unterhalb des roten Gebälks; einige Sprungbleie; die Verbleiung erneuert. Restaurierungen Die Einfügung der Ergänzungen dürfte in der Zeit um oder bald nach 1900 erfolgt sein. Das damals erneuerte Wappen Kohler hatte dabei eine ältere, wohl aus dem 19. Jahrhundert stammende Ergänzung zu ersetzen. Davon ist der Grossteil im Depot von Schloss Holligen erhalten.

Technique

Farbloses und farbiges Glas; rotes Überfangglas mit rückseitigem Ausschliff; Bemalung mit Schwarzlot, Silbergelb, Eisenrot sowie blauer, violetter und grüner Schmelzfarbe; rückseitig auf mehreren Gläsern die eingeritzte Brandmarke "I".

History

Research

Im Schloss Holligen befinden sich elf weitgehend analog komponierte und in den Massen übereinstimmende Freundschaftsscheiben aus den Jahren von 1632 bis 1634. Sie enthalten jeweils die Wappen zweier aus Berner Familien stammender Stifter. Davon entstanden diejenigen mit den Wappen Stürler/Wurstemberger und Tillier/Archer 1632, diejenigen mit den Wappen Ryhiner/Dick, Berseth/Baumgarter, Fellenberg/Kohler und Kirchberger/Tillier 1633 sowie diejenigen mit den Wappen von Bonstetten/von Diesbach, von Erlach/Michel, Morlot/von Graffenried, Steiger/Manuel und von Wattenwyl/Steiger 1634. Im Bernischen Historischen Museum gibt es drei weitere zu diesem Zyklus gehörende Werke. Davon wurden zwei 1632 von Marquard Zehender dem Älteren und Franz Güder sowie Marquard Zehender dem Jüngeren und Martin Fels gestiftet (BHM Bern, Inv. 58084, 58085). Das dritte von 1634 zeigt die Wappen von Hans Franz von Luternau und Franz Ludwig von Graffenried (BHM Bern, Inv. 4988). Schliesslich gesellt sich dazu die verschollene, durch eine Aufnahme dokumentierte Scheibe von 1632 mit den Wappen des (Hans) Rudolf Zehender und des Wilhelm Fels (SNM Zürich, Foto-Neg. 96568). Mehrere der angeführten Glasgemälde besitzen in der oberen Zone Ergänzungen (vor allem in Form blauer Gläser). Wie im Falle der Wappenscheibe Morlot/von Graffenried dürften bei den meisten von ihnen an deren statt ursprünglich zwei Fruchtschalen dargestellt gewesen sein. In der Komposition heben sich die fünf Glasgemälde von 1632 zwar leicht von denjenigen beider folgender Jahre ab, indem ihre Inschriftentafeln reich mit Rollwerk verziert sind und nicht die ganze Scheibenbreite einnehmen. Weil sie in den Massen sowie im Stil und Schriftcharakter mit den übrigen Stücken übereinstimmen, darf man aber auch sie zu diesem Zyklus zählen. Bislang konnten aus den Quellen keine Hinweise zur Beantwortung der Frage gewonnen werden, wohin derselbe gestiftet wurde. Als Bestimmungsort in Betracht ziehen darf man aber das Schloss Holligen selbst. Man kann sich nämlich fragen, ob Abraham Wurstemberger 1631 als neuer Besitzer des Schlosses dieses baulich verändert und im Anschluss daran von Freunden, Kollegen und Verwandten Fenster und Wappen erbeten haben könnte. Mit Beat Ludwig Wurstemberger ist unter den Stiftern zumindest ein Mitglied seiner Familie vertreten. Ob und, wenn ja, in welcher Weise die zahlreichen übrigen Wappeninhaber mit ihm verbunden waren, liess sich bislang allerdings nicht klären. Im Schriftcharakter (Inschrift mit reichem Schnörkelwerk) und in der Gestaltung von Wappen und Helmdecken erinnern die Scheiben an Abraham Sybolds monogrammiertes Glasgemälde von 1624 für Johann Jakob Heimberg im Bernischen Historischen Museum (BHM Bern, Inv. 2431). Man darf Hans Lehmann deshalb folgen, wenn er Sybold als Schöpfer dieser Serie betrachtet. Christoph Fellenberg (1591–1654), der Sohn Christophs († 1624) war Siechenschreiber und Ohmgeltner. Als Landvogt amtete er seit 1624 in Bipp und seit 1635 in Wangen. 1633 wurde er in Bern Mitglied des Kleinen Rats. Verheiratet war er seit 1610 mit Ursula Keller, der Tochter Hans Jakobs und der Margaretha von Werdt, und seit 1637 mit Anna Kistler (HBLS 3/1926, S. 135; Kessel 2015). Verschollen ist seine Wappenscheibe, die er 1630 als Landvogt zu Bipp in die Kirche Niederbipp stiftete (Thormann/von Mülinen 1896, S. 80). Kaspar Kohler (1590–1657) wurde in Bern 1624 Grossrat und 1629 Bauherr. 1644–1657 amtete er als Unterspitalmeister. Er heiratete 1612 Barbara Elisabeth Koch, die Tochter Hans Jakobs und der Elisabeth Schleiff (HBLS 4/1927, S. 526; Kessel 2015).

Dating
1633
Original Donator

Fellenberg, Christoph (1591–1654) · Kohler, Kaspar (1590–1657)

Place of Manufacture
Owner

Stiftung zum Turm Schloss Holligen

Previous Owner

Sammlung von Mutach, Schloss Holligen (wohl identisch mit: Abraham Friedrich von Mutach, 1765–1831).

Bibliography and Sources

Literature

Hans Lehmann, Sybold, Abraham, in: Ulrich Thieme/Felix Becker, Allgemeines Lexikon der bildenden Künstler von der Antike bis zur Gegenwart, Leipzig, Bd. 32/1938, S. 359 (Abraham Sybold).

Vgl.

Franz Thormann/Wolfgang Friedrich von Mülinen, Die Glasgemälde der bernischen Kirchen, Bern 1896.

Historisch-Biographisches Lexikon der Schweiz (HBLS).

P. Kessel, Berner Geschlechter, 2015 [URL: http://www.bernergeschlechter.ch/humo-gen/family.php?database=humo_&id=F23517&main_person=I69462; http://www.bernergeschlechter.ch/humo-gen/family.php?database=humo_&id=F26389&main_person=I77359; 11.11.2015].

References to Additional Images

Denkmalpflege Kt. Bern, Hesse Neg. A 711; SNM Zürich, Neg. 9938 (Abraham Sybold)

Image Information

Name of Image
BE_Holligen_Schloss_Fellenberg
Credits
© Vitrocentre Romont
Date
2015
Copyright
© Turmstiftung Schloss Holligen

Inventory

Reference Number
BE_6745
Author and Date of Entry
Rolf Hasler ; Sarah Keller 2016
Version 1.2 Objects | Artists | Studios | Buildings / Institutions