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BE_771: Wappenscheibe Rosina Dachselhofer
(BE_Schlosswil_refK_DachselhoferR)

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Title

Wappenscheibe Rosina Dachselhofer

Type of Object
Artist / Producer
Dating
1660
Dimensions
62.5 x 50. cm im Licht
Location
Place
I, 4/5c/d
Inventory

Iconography

Description

Vor einer dreifach gestaffelten, bunten Bogenarchitektur steht das Vollwappen Rosina Dachselhofers. Es ist über das Podium mit marmoriertem Fliesenboden gesetzt, dessen Front die Stifterinschrift ziert.

Iconclass Code
46A122 · armorial bearing, heraldry
Iconclass Keywords
Heraldry

Wappen Rosina Dachselhofer

Inscription

Fr. Rosina von Diesbach ein / geborne Dachselhofferin Sein Ehegmachel, 1660.

Signature

Keine

Technique / State

State of Conservation and Restorations

Die Schwarzlotbemalung stellenweise leicht korrodiert; einige kleine Sprünge in der Ecke oben rechts und am rechten Rand; Sprungbleie; die Verbleiung erneuert.

Restaurierungen 1912 Hans Drenckhahn, Thun? 2012 Ursula Knoblauch, Bern-Gümligen: Reinigung.

Technique

Farbloses und farbiges Glas; Bemalung mit Schwarzlot, Silbergelb, Eisenrot sowie blauer und violetter Schmelzfarbe.

History

Research

Rosina von Diesbach, geborene Dachselhofer, wurde am 17. Juli 1623 als Tochter des Niklaus Dachselhofer und der Barbara Stölli in Bern geboren. Sie heiratete am 3. Dezember 1638 ebendort Petermann von Diesbach (1614–1679), den Herrn zu Begnins, Cottens und Martheray sowie Erbe der Herrschaft Wil (Wyl). Ihrem Mann schenkte sie acht Kinder, bevor sie vor 1662 verstarb (Kessel 2015). Ihre Stiftung in die erneuerte Kirche von Schlosswil begleitet diejenige ihres Ehemanns, die dieser 1660 in seiner Funktion als Herr zu Wil (Schlosswil) veranlasste. Beide Glasgemälde stammen von der Hand des Berner Glasmalers Matthias Zwirn, der die Scheibe Petermann von Diesbachs mit seinem Monogramm signierte. Eine ovale Allianzwappenscheibe des Ehepaares aus dem Jahr 1640 hat sich in der Kirche Wichtrach erhalten.

Dating
1660
Original Donator

Dachselhofer, Rosina (1623–vor 1662)

Place of Manufacture
Owner

Kirchgemeinde Schlosswil

Bibliography and Sources

Literature

Carl Friedrich Ludwig Lohner, Die reformierten Kirchen und ihre Vorsteher im eidgenössischen Freistaate Bern, nebst den vormaligen Klöstern, Thun, o. J. [1864–67], S. 162.

Egbert Friedrich von Mülinen, Beiträge zur Heimathkunde des Kantons Bern deutschen Theils, Viertes Heft. Mittelland. III. Papiermühle–Zuzwyl, Bern 1883, S. 337.

Franz Thormann/Wolfgang Friedrich von Mülinen, Die Glasgemälde der bernischen Kirchen, Bern o. J. [1896], S. 96.

Heinrich Oidtmann, Geschichte der Schweizer Glasmalerei, Leipzig 1905, S. 247.

Jürg Schweizer, Kunstführer Emmental, Wabern 1983 (2. Aufl.), S. 141.

Susanne Ammann (Red.), Schlosswil. Die kleine grosse Gemeinde, Schlosswil 2008, S. 88 (Abb.).

Uta Bergmann, Die Freiburger Glasmalerei des 16. bis 18. Jahrhunderts, Bern etc. 2014, Bd. 2, S. 630 (Matthias Zwirn).

Vgl.

P. Kessel, Berner Geschlechter, 2015 [URL: http://www.bernergeschlechter.ch/humo-gen/family.php?id=F19054&main_person=I57291; 24.11.2015].

References to Additional Images

SNM Zürich, Neg. 9002, 9003 (Matthias Zwirn)

Image Information

Name of Image
BE_Schlosswil_refK_DachselhoferR
Credits
© Vitrocentre Romont
Date
2015
Copyright
© Kirchgemeinde Schlosswil-Oberhünigen

Inventory

Reference Number
BE_771
Author and Date of Entry
Rolf Hasler ; Sarah Keller ; Uta Bergmann 2016
Version 1.2 Objects | Artists | Studios | Buildings / Institutions