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BE_44: Wappenscheibe Friedrich von Luternau
(BE_Beatenberg_refK_LuternauF)

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Title

Wappenscheibe Friedrich von Luternau

Type of Object
Artist / Producer
Güder, Hans Jakob · durch Quelle gesichert
Dating
1673
Dimensions
32.7 x 21. cm im Licht
Location
Place
s II, 2a
Inventory

Iconography

Description

Vor der dreiteiligen Rahmenarchitektur mit rahmenden Pilastern und mittleren Säulen in den Hauptfarben Blau und Rotbraun schwebt das Vollwappen Friedrich von Luternaus. Die mittlere Öffnung wird von einem Rundbogen mit zentraler Engelskopfkartusche überhöht. In den seitlichen Zwickeln lagern Putten und halten Falken auf ihren behandschuhten Händen. Am Fuss der Scheibe nimmt zwischen ornamentierten Sockeln eine blaugerahmte Rollwerkkartusche die Stifterinschrift auf.

Iconclass Code
46A122 · armorial bearing, heraldry
Iconclass Keywords
Heraldry

Wappen Friedrich von Luternau

Inscription

Jr. Fridenrich von / Luternauw diser Zeit / Venner vnd deβ Tägliche / Rahtß der Statt Bern, / Anno 1673.

Signature

Keine

Technique / State

State of Conservation and Restorations

Mehrere Sprünge; die Verbleiung erneuert.

Technique

Farbloses Glas; Bemalung mit Schwarzlot, Silbergelb, Eisenrot sowie blauer, violetter und grüner Schmelzfarbe. Rückseitig die Brandmarke 3.

History

Research

Friedrich von Luternau (9.12.1624–1672) war ein Sohn des Grossrats und Rathausammanns Gabriel und der Elisabeth Andreae. Nach Solddiensten im Piemont zog er 1656 als Hauptmann in den 1. Villmergerkrieg. In Bern sass Friedrich von Luternau ab 1651 im Grossen Rat. 1654–1657 amtete er als Grossweibel und 1657–1663 als Landvogt zu Romainmôtier, 1669 stieg er als erster seiner Familie in den Kleinen Rat auf und erreichte 1672 das Venneramt zu Gerbern. Friedrich von Luternau war mit Margaretha Thellung, Tochter des Abraham Thellung und der Katharina Braun verheiratet. Sie hatten vier gemeinsame Kinder (HBLS 4/1927, S. 740f.; HLS 8/2009, S. 115). Friedrich von Luternau stiftete noch zwei weitere Scheiben in seinem Amt als Venner. Sie stammen ebenfalls aus seinem Todesjahr und befinden sich in den Kirchen von Gsteig und Kirchenthurnen. Die Scheibe lässt sich aufgrund der Seckelamtsrechnung vom Oktober 1673 (Staatsarchiv Bern, Sign. B VII 554) dem Glasmaler Hans Jakob Güder zuschreiben, der damals "für mghrn und mhrn der Venneren Ehrenwapen in die Kirchen um Gsteyg, Beattenberg und Thurnen" bezahlt wurde. Auf Güder weisen auch Stil und Technik der Scheibe hin. Die dreiteilige Rahmenarchitektur ist analog komponiert und mit den gleichen Putten besetzt wie bei den anderen 1673 in den Neubau der Kirche Beatenberg gelangten Vennerscheiben.

Dating
1673
Original Donator

Luternau, Friedrich von (1624–1672), Venner

Place of Manufacture
Owner

Kanton Bern: Der vom Kanton am 25. 1. 1984 der Kirchgemeinde unterbreitete Gebrauchsleihevertrag betreffend vorliegender Scheibe wurde von dieser nicht unterzeichnet.

Bibliography and Sources

Literature

Egbert Friedrich von Mülinen, Beiträge zur Heimathkunde des Kantons Bern deutschen Theils, Erstes Heft. Oberland und Emmenthal, Bern 1879, S. 17, und Viertes Heft. Mittelland. III. Papiermühle–Zuzwyl, Bern 1883, S. 107.

Franz Thormann/Wolfgang Friedrich von Mülinen, Die Glasgemälde der bernischen Kirchen, Bern o. J. [1896], S. 47, 56.

Heinrich Oidtmann, Geschichte der Schweizer Glasmalerei, Leipzig 1905, S. 249.

Charles Byland, Wappenscheibe von Habkern, in: Schweizer Archiv für Heraldik 30/1916, Heft 1, S. 36f.

Gottfried Buchmüller, St. Beatenberg. Geschichte einer Berggemeinde, Bern 1914 (Nachdruck 1979), S. 192f., Abb. 28 (Hans Jakob Güder, sich auf Hans Lehmann berufend).

Güder, Hans Jakob, in: Allgemeines Künstlerlexikon 64/2009, S. 343.

Vgl.

Historisch-Biographisches Lexikon der Schweiz (HBLS).

Historisches Lexikon der Schweiz (HLS).

References to Additional Images

SNM Zürich, Neg. 9583 (Hans Jakob Güder)

Image Information

Name of Image
BE_Beatenberg_refK_LuternauF
Credits
© Vitrocentre Romont
Date
2015
Copyright
© reformierte Kirchgemeinde Beatenberg

Inventory

Reference Number
BE_44
Author and Date of Entry
Rolf Hasler ; Sarah Keller ; Uta Bergmann 2016
Version 1.2 Objects | Artists | Studios | Buildings / Institutions