Name

von Diesbach

Authority Databases
Author and year of editing
Sarah Keller 2026
Information about the family

Seit dem 13. Jahrhundert belegte Berner Patrizierfamilie, benannt nach der Herrschaft Diessbach (oder Diessenberg, heute Oberdiessbach) bei Thun, seit dem 15. Jahrhundert zur politischen Führungsschicht des Berner Stadtstaats gehörend. Ein Zweig der Familie liess sich nach der Reformation in Freiburg nieder.
Über 140 Fensterschenkungen von Mitgliedern der Familie von Diesbach sind dokumentiert, rund hundert haben sich erhalten. Zu den fleissigsten Scheibenstifter:innen gehören Ludwig II. (1452–1527), seine Söhne, der Basler Weihbischof Niklaus III. (1478–1550) und Niklaus IV. (1511–1585), sowie Maria Elisabeth (um 1657–1717, FR_163, FR_179, FR_189, FR_399, VMR_141).
1520–23 liess die Familie von Diesbach die Schlosskapelle von Pérolles in Freiburg als Gedenk- und Begräbnisstätte anlegen und mit einem ursprünglich wohl sechzehn Wappenscheiben umfassenden prachtvollen Glasgemäldezyklus ausstatten (vgl. Bergmann, 2014, S. 457–458). Zur gleichen Zeit, 1521/22, liess die Familie auch die Kirche von Worb mit einem Glasgemäldezyklus als Familienstiftung ausstatten. Der auf Ludwig II. (1452–1527) und seinen Sohn Niklaus III. (1478–1550) zurückgehende Auftrag gedachte auch verstorbenen Mitgliedern der Familie.

Literature

Bergmann, U. (2014). Die Freiburger Glasmalerei des 16. bis 18. Jahrhunderts / Le Vitrail fribourgeois du XVIe au XVIIIe siècle. 2 Bde. Corpus Vitrearum Schweiz, Reihe Neuzeit, Bd. 6. Bern etc.: Peter Lang.

Citation suggestion
Keller, S. (2026). von Diesbach. In Vitrosearch. Retrieved April 26, 2026 from https://vitrosearch.ch/families/1000003.