Name

Reformierte Kirche

Address
Wigoltingen
8556 Wigoltingen
Geographical Hierarchy
Coordinates (WGS 84)
Author and Date of Entry
Rolf Hasler 2018 ; Sarah Keller 2020
Information about the Building

Die reformierte Kirche Wigoltingen besitzt ein romanisches Schiff, an das im 14./15. Jahrhundert der Turm sowie 1504 der Chor mit Sterngewölbe, die Sakristei und nördlich ein Seitenschiff angefügt wurden. Eine Gesamtrenovation erfolgte 2002. Bis 1798 gehörte das Niedergericht Wigoltingen der Dompropstei Konstanz im Kondominat mit der Herrschaft Altenklingen. 1528 schloss sich Wigoltingen der Reformation an (Rothenbühler, 2017). In der Sammlung auf Schloss Altenklingen befinden sich zwei aus dem Chor der Kirche stammende Glasgemälde von 1507 (TG_164, TG_165). Sie wurden 1866 auf Gesuch von Ratsschreiber Zollikofer aus St. Gallen für 100 Franken der Antiquitätensammlung im Schloss Altenklingen überlassen (Amstein, 1892).

Nachdem 1866 die Glasgemälde von 1507 aus der Kirche verkauft wurden, erhielt 1878 Karl Wehrli aus Zürich den Auftrag für neue Glasmalereien. Er schuf vier Chorfenster mit Masswerkverglasungen, drei Spitzbogenfenster für das Schiff, vier Rundfenster für die Nordseite, vier Türflügel und eine Lünette für den Windfang. Eine erste Zahlung erhielt er 1878 für die Chorfenster (162.50 Fr.), weitere Zahlungen 1879 (22.50 Fr.), 1887 (17 Fr.) und schliesslich 1891 die Zahlung für den vollendeten Auftrag (1160 Fr.) (Kirchgemeindearchiv Wigoltingen, Schachtel KGWR 242:1). 1900 erfolgte eine letzte Zahlung (496 Fr.)(Schachtel KGWR 242:2). Entsprechend der Architektur des Chores der Kirche Wigoltingen, wählte Wehrli schlichte neo-gotische Zierformen für seine Glasmalereien.

Literature

Amstein, G. (1892). Die Geschichte von Wigoltingen. Weinfelden: Buchdruckerei Werner Schläpfe.

Rothenbühler, V. (2017). Wigoltingen. Historisches Lexikon der Schweiz. Abgerufen von https://hls-dhs-dss.ch/de/articles/002029/2017-06-09/

Wigoltingen (2005). In: Gesellschaft für Schweizerische Kunstgeschichte (Hg.), Kunstführer durch die Schweiz (Bd. 1, S. 626). Bern, Schweiz: Gesellschaft für Schweizerische Kunstgeschichte.

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