Name

Ehem. Zisterzienserinnenkloster, Kirche

Address
Tänikon 1
8356 Tänikon
Geographical Hierarchy
Coordinates (WGS 84)
Author and Date of Entry
Eva Scheiwiller 2016
Information about the Building

Schon vor 1249 sollen Schwestern bei Tänikon gelebt haben. Donationen von Eberhard II. und Eberhard III. von Bichelsee ermöglichten die Aufnahme in den Zisterzienserorden. Aber noch 1263 bat Papst Urban IV. den Abt von Kappel , die Aufnahme von Tänikon auch zu vollziehen. 1415 stifteten die von Hohenlandenberg und von Gachnang für die Kapelle eine Pfarrpfründe, deren Kollatur das Kloster im 16. Jahrhundert erwarb. Um 1520 besass es Grundbesitz und Rechte in zahlreichen umliegenden Ortschaften. Das dem Kloster angehörende Gericht Tänikon, das bis 1798 bestand, umfasste Aadorf, Ettenhausen und Guntershausen (Offnungen 1469, 1482 und 1512). 1508 liess Äbtissin Anna Welter von Blidegg ein neues Refektorium errichten. Während der Reformation verliessen schon 1523 mehrere Nonnen das Kloster. Als der Rat von Zürich 1525 die Visitation übernahm, bestand der Konvent noch aus 13 Nonnen. 1532 ging die Äbtissin in Pension, einzelne Frauen blieben. 1548 wurde Sophia vom Grüth als Schaffnerin, 1550 als Äbtissin eingesetzt. Visitator war der Abt von Wettingen. Mit Beistand der kath. Orte wurde Tänikon ein Zentrum der Rekatholisierung und 1606 wurde die strenge Klausur eingeführt. Im 17. Jh. errichtete der Konvent neue Bauten, so 1616 das Prälaten- und 1678 das Äbtissinnenhaus. Das aufgehende Mauerwerk der Kirche geht ev. ins 13. Jahrhundert zurück, Teile des Dachstuhls sind von 1361-62 (restauriert 1996-2002). Umbau des Schiffs 1504 und ab 1663, Erweiterung des Polygonalchors 1626. 1985 vier Masswerkfenster rekonstruiert. Stifterscheibe von Sophia von Grütt 1549; Buntfenster 1965 von Heinrich Stäubli. 1848 wurde das Kloster aufgelöst und ist heute Sitz der Forschungsanstalt Agroscope Reckenholz-Tänikon (ART).

Literature

Tänikon (2005). In: Gesellschaft für Schweizerische Kunstgeschichte (Hg.), Kunstführer durch die Schweiz (Bd. 1, S. 611). Bern, Schweiz: Gesellschaft für Schweizerische Kunstgeschichte Trösch, E. (2013). Tänikon. In Historisches Lexikon der Schweiz. Abgerufen von http://www.hls-dhs-dss.ch/textes/d/D8160.php.

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