Name

Parpart, Franz Louis von

Lebensdaten
1847–1919
Autor:in und Bearbeitungsjahr
Rolf Hasler 2023
Biografische Daten

Der königlich-preussische Kammerherr Franz (Louis) von Parpart war der Neffe Alberts, des 1869 verstorbenen Gemahls der Adelheid (Sophia Margaretha) von Bonstetten (1814–1883). Als diese 1883 starb, wurde er laut ihrem Testament als Erbe über das Schloss Hünegg und seine Kunstsammlung eingesetzt. Sich dort 1884 aufhaltend, entschloss er sich, die Hünegg aufzugeben und stattdessen auf dem westpreussischen Rittergut Jakobsdorf (heute Polen) Wohnsitz zu nehmen, welches er zu Ehren seiner Tante in «Bonstetten» umbenannte. Rund die Hälfte der gut 2000 Kunstwerke aus der Hünegg, darunter über fünfzig alte Wappenscheiben, liess er 1884 nach Köln überführen und dort im Auktionshaus Heberle zum Gesamtwert von rund einer halben Million Franken versteigern. Die andere Hälfte, auch einige Glasgemälde, übernahm er in seine eigene Sammlung (Hasler, 2023, Nr. 1, S. 41f; Sigg-Gilstad, 2023, S. 14f.

Literatur

Hasler, R. (2023). Die Glasgemälde der Sammlung. «Auf barbarische Weise verzettelt». Zur Kunstsammlung von Parpart-von Bonstetten. Berner Zeitschrift für Geschichte (BEZG), 85. Jahrgang, Nr. 1, S. 35–42.

Sigg-Gilstad, R. (2023). Das neu erbaute Schloss und seine Ausstattung. Eine Spurensuche. «Auf barbarische Weise verzettelt». Zur Kunstsammlung von Parpart-von Bonstetten. Berner Zeitschrift für Geschichte (BEZG), 85. Jahrgang, Nr. 1, S. 9–15.

Zitiervorschlag
Hasler, R. (2023). Parpart, Franz Louis von. In Vitrosearch. Aufgerufen am 19. Oktober 2026 von https://vitrosearch.ch/persons/2711625.