Bestelltes Bild

SZ_34: Allianzwappenscheibe Georg Dietrich Reding und Anna Maria Hässi
(SZ_Schwyz_HausReding_SZ_34)

Kontaktdaten

Bitte geben Sie Ihren Vornamen ein.
Bitte geben Sie Ihren Namen ein.
Bitte geben Sie Ihre E-Mail-Adresse ein.
Die E-Mail-Adresse ist ungültig.

Bitte machen Sie so viele Angaben wie möglich (Titel der Publikation, Datenbank, Herausgeber, Auflage, Erscheinungsjahr, usw.)

Bei Fragen können Sie gerne eine E-Mail an info@vitrosearch.ch senden.

Bitte lesen und akzeptieren Sie die Nutzungsbedingungen.
Titel

Allianzwappenscheibe Georg Dietrich Reding und Anna Maria Hässi

Art des Objekts
KünstlerIn / HerstellerIn
Datierung
1621
Masse
41.7 x 33 cm im Licht

Ikonografie

Beschreibung

Im Zentrum die beiden Vollwappen Reding und Hässi. Weisser Hintergrund. Seitlich unter Arkaden die beschrifteten Namenspatrone des Stifterehepaars (links die hl. Georg und Dietrich, rechts Anna selbdritt) sowie die hl. Barbara. Unten Rollwerkkartusche mit Stifterinschrift, flankiert von Kriegstrophäen. In den Oberbildern Simultanbild mit Szenen aus der Tellsgeschichte (Tellensprung, Apfelschuss) zwischen Johannes dem Täufer (links) und Johannes Evangelist (rechts).

Iconclass Code
11H(GEORGE) · der Kriegerheilige und Erzmärtyrer Georg (Georgius); mögliche Attribute: Banner (rotes Kreuz auf weißem Feld), (rotes) Kreuz, Drachen, (weißes) Pferd, zerbrochene Lanze, Schild (mit Kreuz), Schwert
11H(JOHN THE BAPTIST) · Johannnes der Täufer; mögliche Attribute: Buch, Schilfkreuz, Taufgefäß, Honigwabe, Lamm, Stab
11H(JOHN) · Johannes der Evangelist, Apostel; mögliche Attribute: Buch, Kessel, Kelch mit Schlange, Adler, Palme, Schriftrolle
11HH(BARBARA) · Barbara, jungfräuliche Märtyrerin; mögliche Attribute: Buch, Kanone(nkugel), Krone, Kreuz, Kelch mit Hostie, Dioscuros (ihr Vater), Pfauenfeder, Schwert, Fackeln, Steinmetzwerkzeuge, Turm
45L311 · Kriegs- oder Schlachttrophäe
46A122(HAESSI) · Wappenschild, heraldisches Symbol (HAESSI)
46A122(REDING) · Wappenschild, heraldisches Symbol (REDING)
73A221 · Anna selbdritt: Anna, Maria und das Christuskind als Figurengruppe
82A(WILLIAM TELL) · Wilhelm Tell
Iconclass Stichworte
Inschrift

Herr Geörg Dietherich Redig St. Stephanus Ord:/ens Ritter fl. St. Gall. Ratt vnd Vogt auf Jberg. / F. Anna Maria Redigin Ein Geborne hässin / von Glarus sein Ehegemahel 1621 Do demuoth mainth vnd hochmuot Lacht, ward der schwitzer bundt gemacht. Glückh hat Neidt, Neidt hat glückh. Niemandt ist, dem nit gebrist. S. Johannes / S. Georg / S. Dieterich / S. Johannes / S. Anna / S. Barbara

Signatur

I·SP

Technik / Zustand

Erhaltungszustand und Restaurierungen

Einige Ergänzungen (u.a. Wappen und Helmzier Hässi). Geklebte Sprünge, die Verbleiung erneuert.

Restaurierungen: 1907 Georg Röttinger (1862–1913), Zürich (Einsetzen des Oberbildes mit den Telldarstellungen); 1977/1979 Urs Wohlgemuth (*1946), Bettwil

Technik

Farbloses und farbiges Glas, rotes Überfangglas mit rückseitigem Ausschliff, Bemalung mit Schwarzlot, Silbergelb und Eisenrot sowie blauer, violetter und grüner Schmelzfarbe.

Entstehungsgeschichte

Forschung

Georg Dietrich Reding (1587–1657), Sohn des Dietrich (1560–1637), stiftete zusammen mit seiner Ehefrau Anna Maria Hässi (†1629) im Jahr der Eheschliessung 1621 eine Allianzwappenscheibe in Auftrag. 1607 von Ferdinand I. de Medici (1549–1609), Grossherzog der Toskana, mit dem St.-Stephans-Ordens verliehen, war Georg Dietrich fürstlich St. Gallischer Rat und versah 1617–1635 das Amt des fürstäbtlichen Vogts auf der Burg Iberg. Dieser bei Wattwil gelegene Vogteisitz des Klosters St. Gallen kann als ursprünglicher Bestimmungsort der Scheibe in Betracht gezogen werden. Das Ehepaar gab seine Scheibe beim Konstanzer Glasmaler Hieronymus Spengler in Auftrag. Das Schildhaupt mit rotem Malteserkreuz auf weissem Grund im Wappen verweist auf den St.-Stephans-Orden. Wer mit dem als König dargestellten heiligen Dietrich gemeint ist, ist nicht klar. In der linken Hand hält er die Kralle oder Tatze eines Tieres (Greif, Löwe...?). Dieses Attribut liess sich bislang jedoch keinem Heiligen (Dietrich, Theodor, Theoderich...) zuweisen.

Das Ehepaar Reding-Hässi gab 1622 eine weitere Scheibe bei Hieronymus Spengler in Auftrag, die heute im Schweizerischen Nationalmuseum aufbewahrt wird (SNM, LM-20529; Schneider 1971, S. 293, Nr. 518).

Die Scheibe wird genannt in: Rahn, 1890, Nr. 454. Heberle, 1891, Nr. 298. Messikommer, 1911, Nr. 14. Schweizerisches Künstler-Lexikon, 1913, S. 185. Kubly-Müller, 1927, Nr. 49. Birchler, 1930, S. 599, Nr. 5, Abb. 399. Boesch, 1935, S. 49, Nr. 119. Styger, 1936, S. 48. Meyer, 1978, S. 366, Nr. 5. Hasler et al., 2020, S. 66, 108. Rechnung vom 31.12.1907 von Georg Röttinger, Zürich, an Rudolf von Reding, Schwyz. Familienarchiv Haus Reding Schwyz.

Datierung
1621
StifterIn

Reding, Georg Dietrich · Hässi, Anna Maria

Ursprünglicher Standort
unbekannt · Burg Iberg bei Wattwil SG?
EigentümerIn

Privatbesitz

VorbesitzerIn

bis 1865 Johann Nikolaus Vincent, Konstanz ·1865–1888 Joseph Vincent, Konstanz · 1888–1891 Sammlung C. und P. N. Vincent, Konstanz · 1891 Auktion Konstanz · seit 1891 Reding-Haus an der Schmiedgasse, Schwyz (Auktionsankauf Rudolf von Reding)

Bibliografie und Quellen

Literatur

Birchler, L. (1930). Die Kunstdenkmäler des Kantons Schwyz. Bd. 2: Gersau, Küssnacht und Schwyz. Basel: Birkhäuser.

Boesch, P. (1935). Die Wiler Glasmaler HCG und HBG. Hans Caspar und Hans Balthasar Gallati. Anzeiger für Schweizerische Altertumskunde, NF XXXVII.

Hasler, R., Landolt, O., Michel, A., von Reding, N. & Tomaschett, M. (2020). Formen der Selbstrepräsentation: Die Glasscheibensammlung im Reding-Haus an der Schmiedgasse in Schwyz. Schwyzer Hefte, 112. Schwyz, Schweiz: Verlag Schwyzer Hefte.

J.M. Heberle Köln (1891). Katalog der reichhaltigen Kunst-Sammlung der Herren C. und P.N. Vincent in Konstanz am Bodensee. Versteigerung zu Konstanz am Bodensee, den 10. September 1891. Köln.

Kubly-Müller, J. J. (1927). Familienbuch der Reding von Arth, Manuskript. Schwyz etc. (Staatsarchiv Schwyz, PA 23, Slg. Reding, A.1.1).

Messikommer, H. (1911). Eingebleite Glasscheiben [im Reding-Haus an der Schmiedgasse]. 3.12.1911, Familienarchiv Haus Reding Schwyz.

Meyer, A. (1978). Die Kunstdenkmäler des Kantons Schwyz. Neue Ausgabe Bd. I: Der Bezirk Schwyz. I. Der Flecken Schwyz und das übrige Gemeindegebiet. Die Kunstdenkmäler der Schweiz. Basel: Birkhäuser Verlag.

Rahn, J.R. (1890). Die schweizerischen Glasgemälde der Vincentschen Sammlung in Constanz. Mitteilungen der Antiquarischen Gesellschaft in Zürich, Bd. XXII, Heft 6.

Schneider, J. (1971). Glasgemälde. Katalog der Sammlung des Schweizerischen Landesmuseums Zürich. 2 Bde. Stäfa: Th. Gut & Co.

Styger, M. (1936). Wappenbuch des Kantons Schwyz. Genf: Roto-Sadag A.-G.

Weiteres Bildmaterial

Eidgenössisches Archiv für Denkmalpflege, EAD-19668; Schweizerisches Nationalmuseum Zürich, Foto 19932 (1907)

Bildinformationen

Name des Bildes
SZ_Schwyz_HausReding_SZ_34
Fotonachweise
© Georg Sidler, Schwyz
Aufnahmedatum
2019
Copyright
© Rechteinhaber

Inventar

Referenznummer
SZ_34
AutorIn und Datum des Eintrags
Rolf Hasler ; Sarah Keller ; Michael Tomaschett 2020

Weiteres Bildmaterial und verwandte Objekte

Zusätzliches Bildmaterial
Schema
Version 1.3.5 Objekte | KünstlerInnen | Werkstätten | Gebäude / Institutionen | Iconclass Codes