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SR_15: Riss zu einer Zürcher Vogteiwappenscheibe
(BE_Bern_BHM_SR_15)

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Titel

Riss zu einer Zürcher Vogteiwappenscheibe

Art des Objekts
KünstlerIn / HerstellerIn
Datierung
1584

Ikonografie

Beschreibung

In der Mitte sind zwei Zürcher Standeswappen gezeigt, die von dem Reichsschild überhöht werden. Zwischen den beiden Standeswappen ist eine Tafel mit dem Datum 1584 eingefügt. Je ein Löwe flankiert zu beiden Seiten die Wappenpyramide. Der linke trägt das Zürcher Banner, während der rechte ein Schwert emporhebt und den Reichsapfel hält. Im Hintergrund ist eine Säulenarkade dargestellt. Das zentrale Mittelbild wird auf allen vier Seiten mit insgesamt 29 Wappen der Zürcher Land- und Obervogteien eingefasst. Die Wappen sind jeweils benannt, allerdings hat der Zeichner das Wappen der Obervogtei Regensdorf mit dem Wappen der Landvogtei Regensberg vertauscht. Die Zeichnung ist in dünner schwarzer Tinte ausgeführt, die Inschriften und die Farbangaben auf den Schilden sind dagegen mit brauner Tinte geschrieben.

Iconclass Code
44A1(+3) · Wappen (als Staatssymbol etc.) (+ Provinz, Region; regional)
44B193 · Reichsapfel (als Symbol der obersten Gewalt; mit einem Kreuz bekrönt)
Iconclass Stichworte
Heraldik

Wappen der Land- und Obervogteien des Standes Zürich

Inschrift

Zwischen den Standeswappen: "1584" (die letzte Ziffer in Braun). Wappennamen in Braun (im Uhrzeigersinn oben links beginnend): " Stein [Stein am Rhein], Maschwanden, Regensperg [Regensberg], Kÿburg, Grüningen, Eglÿsouw, Winterthur; Griffensee, Frÿampft / Wadißswill [Wädenswil], Elggi [Elgg], Regenspurg [Regensburg], Stam̅enn [Stammheim], Rümland / Meillenn, Stäffen ]Stäfa], Flunteren, Dallwill [Thalwil], Zollikonn, Küsnach, Horgenn, Sellenbüren [im wappenlosen Schild "br 22"], Kilchberg, Menedorff [Männedorf] / Nüwampt [Neuamt], Hedingenn, Bülach, Louffenn, Andelfingen". Farbangaben in Braun. Auf der Rückseite in Braun: "Erkouffdt von Ludwig Koch durch Mich HRLando 1605 Jars".

Signatur

keine

Technik / Zustand

Erhaltungszustand und Restaurierungen

Wasserzeichen: Wappen von Bern. Horizontalknick; Randlinien. Papier stellenweise leicht gebräunt. 1982 restauriert.

Technik

Feder in Schwarz und Braun.

Entstehungsgeschichte

Forschung

Die Forschung konnte den Scheibenriss bislang keinem Zeichner zuweisen. Das Mittelbild mit dem Zürcher Standeswappen erinnert an den Entwurf Daniel Lindtmayers von 1580 in der Graphischen Sammlung der ETH Zürich (Inv. Nr. 658) (Thöne 1975, S. 169). Wobei beim Riss Lindtmayers die beiden Löwen noch dynamischer wiedergegeben sind. Nach Hasler handelt es sich beim Berner Riss wohl um eine Nachzeichnung des Entwurfs von Lindtmayer (Hasler 1996/1997, 2. Bd. S. 254). Eine ähnliche Komposition allerdings ohne Wappenreihe zeigt auch ein Entwurf für eine Zürcher Standesscheibe aus der Sammlung Wyss eines unbekannten Meisters (BHM 20036.275) (Hasler 1996/1997, 2. Bd. S. 240).

Datierung
1584
StifterIn

Landvogteien und Obervogteien des Standes Zürich

EigentümerIn

Schweizerische Eidgenossenschaft

VorbesitzerIn

Bis 1605 Ludwig Koch Bern; Ab 1605 Hans Rudolf Lando, Bern (1584–1646); Seit dem 19. Jahrhundert in der Sammlung Johann Emanuel Wyss.

Inventarnummer
BHM 20036.245

Bibliografie und Quellen

Literatur

Hasler, R. (1996/1997). Die Scheibenriss-Sammlung Wyss. Depositum der Schweizerischen Eidgenossenschaft im Bernischen Historischen Museum. 2. Bde. Bern: Stämpfli und Cie AG (2. Bd. S. 253–254, Kat. Nr. 649).

Thöne, F. (1975). Daniel Lindtmayer 1552–1606/07. Die Schaffhauser Künstlerfamilie Lindtmayer (Œuvrekataloge Schweizer Künstler, 2). Zürich.

Bildinformationen

Name des Bildes
BE_Bern_BHM_SR_15
Fotonachweise
© Bernisches Historisches Museum, Bern. Foto: Yvonne Hurni
Aufnahmedatum
2009
Copyright
© Bernisches Historisches Museum, Bern (www.bhm.ch). Depositum der Schweizerischen Eidgenossenschaft, Bundesamt für Kultur, Bern

Inventar

Referenznummer
SR_15
AutorIn und Datum des Eintrags
Marion Gartenmeister 2019
Version 1.3.1 Objekte | KünstlerInnen | Werkstätten | Gebäude / Institutionen | Iconclass Codes