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BE_644: Wappenscheibe Salome von Diesbach, geb. Tillier
(BE_Stettlen_refK_Tillier_sIV)

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Titel

Wappenscheibe Salome von Diesbach, geb. Tillier

Art des Objekts
Künstler*in / Hersteller*in
Fueter, Andreas · zugeschr.
Datierung
1730
Masse
30.3 x 23.2 cm im Licht
Standort
Lage
s IV 3c
Inventar

Ikonografie

Beschreibung

Vor blauem Grund wird unter zurückgezogenem grau-gelbem Vorhang das von zwei Palmwedeln umkränzte und von einer alten Grafenkrone überhöhte Wappen der Salome von Diesbach präsentiert. Es steht wie die beiden schildhaltenden Löwen auf einer Rollwerkkonsole. Am Fuss nimmt die Stifterinschrift die ganze Scheibenbreite ein. Das Glasgemälde Salome Tilliers bildet mit der Wappenscheibe ihres Ehemannes Niklaus Albrecht von Diesbach ein Scheibenpaar.

Iconclass Code
46A122 · Wappenschild, heraldisches Symbol
Heraldik

Wappen Salome Tillier

Inschrift

Frauw Salome v: Dieβbach / ein gebohrne Tillierin S: Ehgemahlin / 1730.

Signatur

Keine

Technik / Zustand

Erhaltungszustand und Restaurierungen

Eine neue Ergänzung im Kopfhinterteil des linken Löwen (darin die Farbe ausgebrochen); stellenweise geringe Übermalungen (Kaltretuschen); Sprungbleie und ein Sprung; die Verbleiung erneuert.

Restaurierungen 1906: Das Bernische Historische Museum beauftragt die Firma W. Isler & Cie. mit der Restauration der Wappenscheiben (Born 1991, S. 73). 1921/26 (anlässlich Ersetzung der Chorfenster) Louis Halter, Bern: Anbringen geringer Retuschen; Einsetzen von Sprungbleien. 1953 Eugen und Louis Halter, Bern: Behebung der Farbschäden durch Schweisswasser: Nachmalen der Scheiben mit Kaltfarbe (Ölfarbe), Konservierung der Scheibenvorder- und rückseiten, Bleisicherung (Born 1991, S. 82f.).

Technik

Farbloses Glas; Bemalung mit Schwarzlot, Silbergelb Eisenrot sowie blauer Schmelzfarbe.

Entstehungsgeschichte

Forschung

Salome Tillier wurde am 10. Mai 1714 als Tochter des Schultheissen Johann Anton Tillier (1675–1731) und der Salome von Muralt in Bern geboren. 1729 ehelichte sie in Bern den damaligen Grossrat Niklaus Albrecht von Diesbach und gebar ihm in der Folge vier Kinder. Sie starb am 3. November 1751 in Bern (Kessel 2015). Die Familie Salome Tilliers besass die Mühle und das Untere Deisswil-Gut (Born 1991, S. 52). Im Diesbach-Stuhl im Chor der Kirche Stettlen standen gegenüber der Kanzel für das Ehepaar Diesbach-Tillier besondere Plätze bereit (Born 1991, S. 52).

Die Scheiben des Ehepaares, das 15 Kronen für die Kirche spendete (Born 1991, S. 67), können aus stilistischen Gründen dem Berner Glasmaler Andreas Fueter zugeschrieben werden, der nachweislich auch die Scheiben der Berner Obrigkeit für die Kirche schuf.

Datierung
1730
StifterIn

Tillier, Salome (* 1714), verh. von Diesbach

Herstellungsort
Eigentümer*in

Ausscheidungsvertrag vom 1. Januar 1876 zwischen der Einwohner- und der Kirchgemeinde Stettlen: Das Kirchengebäude mit Ausschluss des Turms ist Eigentum der Kirchgemeinde und der Turm Eigentum der Einwohnergemeinde..., an "Beweglichkeiten" kommen der Kirchgemeinde u. a. zu: "die Glasmalereien an den Fenstern des Kirchenchors und Kirchenlettners, mit der Verpflichtung, dieselben in Stand zu halten und niemals zu veräussern." (Born 1991, S. 134f.). Im Jahr 1876 ist der Kirchenchor mit den Glasgemälden aber noch im Besitz des Kantons Bern. 1933 trat der Kanton Bern den Chor an die Kirchgemeinde ab. Die 14 Glasgemälde im Chor behält der Staat Bern aber in seinem Eigentum (Born 1991, S. 73, 140f.). Seit 1984 Kirchgemeinde Stettlen (laut Gebrauchsleihevertrag mit dem Kanton Bern vom 25.1.1984).

Vorbesitzer*in

Staat Bern

Bibliografie und Quellen

Literatur

Egbert Friedrich von Mülinen, Beiträge zur Heimathkunde des Kantons Bern deutschen Theils, Viertes Heft. Mittelland. III. Papiermühle–Zuzwyl, Bern 1883, S. 140.

Franz Thormann/Wolfgang Friedrich von Mülinen, Die Glasgemälde der bernischen Kirchen, Bern o. J. [1896], S. 49f., 89.

Heinrich Oidtmann, Geschichte der Schweizer Glasmalerei, Leipzig 1905, S. 242.

Alfred G. Roth, Johann Conrad Dür, der letzte Glasmaler von Burgdorf?, in: Festgabe für Alfred Bärtschi zu seinem 70. Geburtstag 24. Okt. 1960, Fasc. 11, Burgdorf 1960, S. 4f. (Johann Konrad Dür).

Otto Born, Aus der Geschichte der Kirche und des alten Kirchspiels Stettlen, Bern 1991, S. 47–53, Farbabb. 28.

Fueter, Andreas, in: Allgemeines Künstlerlexikon 46/2005, S. 171f.

Uta Bergmann, Die Freiburger Glasmalerei des 16. bis 18. Jahrhunderts, Bern etc. 2014, Bd. 2, S. 788 (Andreas Fueter).

Vgl.

P. Kessel, Berner Geschlechter, 2015 [URL: http://www.bernergeschlechter.ch/humo-gen/family.php?database=humo_&id=F18108&main_person=I54963; 1.12.2015].

Weiteres Bildmaterial

Bern, Fotos Louis Halter (Scheibe im Zustand vor und nach Renovation) als Depositum des Bernischen Historischen Museums im Vitrocentre Romont (Inv. 25257); SNM Zürich, Neg. 9972 (Andreas Fueter)

Bildinformationen

Name des Bildes
BE_Stettlen_refK_Tillier_sIV
Fotonachweise
© Vitrocentre Romont
Aufnahmedatum
2015
Copyright
© Evangelische-reformierte Kirchgemeinde Stettlen
Eigentümer*in

Ausscheidungsvertrag vom 1. Januar 1876 zwischen der Einwohner- und der Kirchgemeinde Stettlen: Das Kirchengebäude mit Ausschluss des Turms ist Eigentum der Kirchgemeinde und der Turm Eigentum der Einwohnergemeinde..., an "Beweglichkeiten" kommen der Kirchgemeinde u. a. zu: "die Glasmalereien an den Fenstern des Kirchenchors und Kirchenlettners, mit der Verpflichtung, dieselben in Stand zu halten und niemals zu veräussern." (Born 1991, S. 134f.). Im Jahr 1876 ist der Kirchenchor mit den Glasgemälden aber noch im Besitz des Kantons Bern. 1933 trat der Kanton Bern den Chor an die Kirchgemeinde ab. Die 14 Glasgemälde im Chor behält der Staat Bern aber in seinem Eigentum (Born 1991, S. 73, 140f.). Seit 1984 Kirchgemeinde Stettlen (laut Gebrauchsleihevertrag mit dem Kanton Bern vom 25.1.1984).

Inventar

Referenznummer
BE_644
Autor*in und Datum des Eintrags
Rolf Hasler ; Sarah Keller ; Uta Bergmann 2016