Name

Château des comtes de Gruyère

Adresse
Rue du château 8
1663 Gruyères
Geographische Hierarchie
Koordinaten (WGS 84)
Autor und Datum des Eintrags
Uta Bergmann 2017
Informationen zum Gebäude / zur Institution
Das Schloss ist seit den 1070er Jahren als Sitz der Grafen von Greyerz bezeugt. Zwischen 1555 und 1778 regierten hier die Freiburger Vögte, 1798–1847 beherbergte es die Oberamtmänner des neu geschaffenen Bezirks Greyerz. 1849 kam das Schloss in private Hände und gelangte erst 1938 an den Staat Freiburg, der dort ein Museum einrichtete. Das Schloss stammt im Kern noch aus der Zeit um 1270–82 und wurde unter Pierre III nach dem Vorbild der savoyischen, quadratisch angelegten Schlossbauten errichtet, aber im Grundriss und mit seinem einzelnen Rundturm an der Südostecke den Begebenheiten des Ortes angepasst. Die Umbauten der Jahrzehnte nach 1470 durch die Grafen Louis (1475–1492) und François II (1482–1499) wirkten sich prägend aus: damals wurden die doppelstöckigen Arkaden und der Treppenturm im Innenhof sowie die Kapelle St. Johann errichtet. Graf Louis und seine Frau Claude de Seyssel stifteten darin um 1480 Glasgemälde, die zu den letzten mittelalterlichen und monumentalen Glasgemälden des Kantons gehören (Jean II de Bolaz, Vevey, zugeschr.) Der Wohntrakt wurde damals durch neue Kreuzstockfenster und neue Dächer verändert. Unter den Freiburger Vögten fanden in den 1680er Jahren und 1731–1771 mehrere Innenrenovationen statt. 1849 erwarb der Genfer Industrielle John Bovy das Schloss. Er und sein Schwiegersohn Louis-Emile Balland unternahmen eine einzigartige Restaurierung des Schlosses im romantischen Stil und setzten damit die Erinnerung an das Goldene Zeitalter der Grafschaft aufwendig in Szene (Lauper 2005. S. 98). Die Arbeiten fanden erst um 1900 mit der Gestaltung des Schlossgarten ein Ende.
Literatur
Lauper, A., Biffiger, S. et Beytrison, I. (2012). Gruyères. In: Fribourg/Freiburg, Valais/Wallis. Guide artistique de la Suisse. Bern: Soc. d'histoire de l'art en Suisse, p. 145–147.
Raemy, D. de et Bourgarel, G. (2005) La ville et le château de Gruyères au Moyen-Âge. In: Le château de Gruyères/Das Schloss Greyerz. Patrimoine Fribourgeois/Freiburger Kulturgüter 16. S. 16–33.
Bergmann, U. (2005). Les vitraux du château de Gruyères. In: Le château de Gruyères/Das Schloss Greyerz. Patrimoine Fribourgeois/Freiburger Kulturgüter 16. S. 52–60.
Lauper, A. (2005). L'invention du monument. de l'Ancien Régime à nos jours. In: Le château de Gruyères/Das Schloss Greyerz. Patrimoine Fribourgeois/Freiburger Kulturgüter 16. S. 99–108.
14 Objekte
Titel

Künstler / Hersteller
Werkstatt / Atelier
Datierung
Art des Objekts
Standort

Wappenscheibe Petermann de Faucigny um 1517

Um 1517
Glasmalerei
Château des comtes de Gruyère, Gruyères

Wappenscheibe des Königs von Frankreich 1534

1534
Glasmalerei
Château des comtes de Gruyère, Gruyères

Wappenscheibe des Herzogs von Savoyen 1534

1534
Glasmalerei
Château des comtes de Gruyère, Gruyères

Wappenscheibe Michel de Gruyère 1543

1543
Glasmalerei
Château des comtes de Gruyère, Gruyères

Wappenscheibe Charles de Challant 1543

1543
Glasmalerei
Château des comtes de Gruyère, Gruyères

Wappenscheibe Peter von Praroman und Elisabeth von Affry 1580

1580
Glasmalerei
Château des comtes de Gruyère, Gruyères

Wappenscheibe Hans Peter Castella 1669

1669
Glasmalerei
Château des comtes de Gruyère, Gruyères

Wappenscheibe Hans Jakob Joseph Alt und Maria Elisabeth von Diesbach 1688

1688
Glasmalerei
Château des comtes de Gruyère, Gruyères

Wappenscheibe Rudolf von Fivaz und Anna Elisabeth König 1699

1699
Glasmalerei
Château des comtes de Gruyère, Gruyères

Wappenscheibe Pierre de Gruyère 1568

1568
Glasmalerei
Château des comtes de Gruyère, Gruyères

Wappenscheibe Peter Techtermann und Benedikta Python um 1615

Um 1615
Glasmalerei
Château des comtes de Gruyère, Gruyères
Version 0.9.8.1