Name

Breny, Wolfgang

Namensvarianten
Breni, Wolfgang · WB
SIKART
Lebensdaten
?–1613 Rapperswil
AutorIn und Datum des Eintrags
Sarah Keller 2018
Standorte mit Objekten
Biografische Daten

Wolfgang Breny von Rapperswil signierte zwischen 1584–1612 zahlreiche Scheiben. Von 1595–1613 war er Kleinrat in Rapperswil, ausserdem Baumeister und Fluhpfleger. 1604 kaufte er das Eckhaus “zur Müsegg” an der Oberen Halsgasse in Rapperswil. Bis 1671 befand sich dort die Glasmalerei Wolfgang Breny und Sohn. Zwischen 1600–1611 war er wiederholt für das Kloster Einsiedeln tätig (Schnellmann, 1929, 80; Wyss, 1946, 81–82; Anderes 1969, 448).

Werke (Auswahl): 1584 Willkommscheibe Georg Schönholzer und Elisabeth Mosberger (Sammlung Horst Fuhrmann, Böblingen); 1589 Wappenscheibe des Abtes von Fischingen Christoph Brunner (Rahn, 1890, Nr. 173); 1591 Gerichtsscheibe Niederbussnang (TG_91); 1593 Allianzscheibe Balthasar Tschudi und Elisabeth Brand (Foto Schweizerisches Nationalmuseum Nr. 11157); 1597 drei weitere Scheiben für Balthasar Tschudi; 1591 Wappenscheibe des Abtes von Rheinau Theobald Wehrli von Greifenberg (Historisches Museum Basel); 1597 Wappenscheibe des Stiftes Einsiedeln (Stiftssammlung Einsiedeln); 1603 Stadtscheibe Rapperswil (verschollen, ehemals Philadelphia Museum of Art); 1605 Wappenscheibe Hohenems / Welsberg und Primör (Thöne, 1975, 279); 1609 Stadtscheibe Rapperswil (Rathaus Rapperswil); 1611 Wappenscheiben in die Kirche Schänis SG.

Literatur

Anderes, B. (1969). Die Kunstdenkmäler des Kantons St. Gallen IV. Basel: Birkhäuser.

Boesch, P. (1952). Die Stadtscheiben von Rapperswil. Schweizerisches Archiv für Heraldik 66, S. 21–27.

Rahn, J.R. (1890). Die schweizerischen Glasgemälde der Vincentschen Sammlung in Constanz. Mitteilungen der Antiquarischen Gesellschaft in Zürich, Bd. XXII, Heft 6.

Schnellmann, M. (1929). Kunst und Handwerk im alten Rapperswil. Rapperswil: G. Meyer.

Thöne, F. (1975), Daniel Lindtmayer 1552–1606/07. Zürich u. München: Verlag Berichthaus u. Prestel-Verlag

Wyss, F. (1946). Einige Streiflichter auf die Glasmalerei in Rapperswil und Weesen. Zeitschrift für Schweizerische Archäologie und Kunstgeschichte 8.

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